Brinks Home hat einen Cybersicherheitsvorfall bekannt gegeben, nachdem die Erpressergruppe ShinyHunters behauptet hatte, Kunden- und Mitarbeiterdaten des US-amerikanischen Sicherheitsunternehmens gestohlen zu haben.
Das Unternehmen entdeckte den Angriff auf Brinks Home am 20. Juli und leitete nach eigenen Angaben umgehend Maßnahmen zur Reaktion auf den Vorfall ein. Die Alarmüberwachung und die Sicherheitssysteme für Privathaushalte funktionieren weiterhin uneingeschränkt.
ShinyHunters behauptet, Salesforce-Daten gestohlen zu haben
ShinyHunters nahm Brinks Home Anfang dieser Woche in seine Datenleck-Seite auf. Die Gruppe behauptet, mehr als 4,9 Millionen Salesforce-Datensätze mit personenbezogenen Informationen gestohlen zu haben.
Nach Angaben der Erpressergruppe begann der Angriff am 13. Juli mit einem Vishing-Angriff über Microsoft Entra. Bei dieser Methode wird ein Mitarbeiter angerufen und dazu gebracht, eine Authentifizierungsanfrage oder einen Kontoregistrierungsprozess zu bestätigen.
Dadurch können Angreifer Zugriff auf ein Unternehmenskonto erhalten, ohne das Passwort direkt stehlen zu müssen.
ShinyHunters behauptet, mehr als 1,1 Millionen Zeilen mit Kundeninformationen aus dem Salesforce-Contacts-Objekt von Brinks Home exfiltriert zu haben.
Die Gruppe gibt außerdem an, mehr als 4.000 Mitarbeiterdatensätze mit Namen, E-Mail-Adressen, Berufsbezeichnungen und Telefonnummern erbeutet zu haben.
Darüber hinaus soll ShinyHunters mehr als 3,8 Millionen Chatprotokolle des Kundensupports aus einer Brinks-Care-Cresta-Instanz gestohlen haben.
Brinks Home hat betroffene Daten nicht bestätigt
Brinks Home bestätigte, dass der Angreifer mit der Veröffentlichung von Informationen gedroht hat, die er nach eigenen Angaben gestohlen hat. Das Unternehmen warnt davor, dass dieses Material öffentlich zugänglich gemacht werden könnte.
Die Untersuchung dauert jedoch weiterhin an. Brinks Home hat bislang weder bestätigt, welche Informationen betroffen sind, noch wessen Daten möglicherweise kompromittiert wurden.
William Niles, CEO von Brinks Home, erklärte, dass das Unternehmen mit führenden IT-Forensikexperten zusammenarbeitet, um den Vorfall zu untersuchen.
Das Unternehmen bietet Sicherheitssysteme, Überwachungsdienste und Smart-Home-Produkte für mehr als eine Million Kunden in den USA, Kanada und Puerto Rico an. Zum Angebot gehören unter anderem Alarmanlagen, Sensoren, Kameras, Bedienfelder, intelligente Schlösser, Thermostate und Steckdosen.
Sicherheitsüberwachung war nicht betroffen
Brinks Home erklärte, dass der Angriff weder den Alarmüberwachungsdienst noch die Funktionsfähigkeit seiner Sicherheitssysteme beeinträchtigt habe.
Das Unternehmen will betroffene Personen kontaktieren, falls die Untersuchung bestätigt, dass ihre Informationen von dem Vorfall betroffen waren. Zudem sollen sie über mögliche notwendige Maßnahmen informiert werden.
Bislang wurden die angeblich gestohlenen Daten nicht unabhängig verifiziert.
Kunden werden vor weiteren Betrugsversuchen gewarnt
Brinks Home warnt davor, dass Angreifer den Vorfall für betrügerische E-Mails, Nachrichten oder andere Mitteilungen ausnutzen könnten. Dabei könnten sie sich als Brinks Home oder als andere an der Reaktion auf den Vorfall beteiligte Parteien ausgeben.
Kunden sollten nicht auf Links in verdächtigen Nachrichten klicken oder darauf antworten. Stattdessen sollten sie solche Mitteilungen löschen und bei Bedarf ausschließlich offizielle Kanäle für den Support nutzen.
Meta-Beschreibung: Brinks Home untersucht einen mutmaßlichen ShinyHunters-Angriff nach Drohungen, Kunden- und Mitarbeiterdaten zu veröffentlichen.


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