Ein umfangreicher Microsoft-365-Ausfall beeinträchtigte am 23. Juli Teams, SharePoint, OneDrive und mehrere weitere Cloud-Dienste für Nutzer in Nordamerika.
Der Vorfall begann gegen 10:44 Uhr ET und betraf Kunden, die bestimmte Netzwerkpfade nutzten. Microsoft bestätigte später, dass das Problem nach dem Rollback eines Netzwerkupdates behoben wurde.
Teams, SharePoint und OneDrive betroffen
Der Microsoft-365-Ausfall führte zu Problemen bei mehreren Diensten. Nutzer von SharePoint Online erhielten die Fehlermeldung „Something went wrong“, während der Zugriff auf OneDrive nur zeitweise funktionierte.
Auch Teams war betroffen. Dort kam es zu Einschränkungen bei der Chatfunktion, unter anderem wurden Bilder nicht geladen. Gleichzeitig reagierte das Microsoft 365 Admin Center bei einigen Administratoren nur langsam oder ließ sich gar nicht öffnen.
Zu den weiteren betroffenen Diensten gehörten:
- Power Automate, bei dem Flows nicht geladen werden konnten.
- Copilot Chat, das unter Verzögerungen und fehlgeschlagenen Anfragen litt.
- Microsoft Loop, bei dem Nutzer Seiten nicht öffnen oder laden konnten.
- Excel, das ebenfalls einen Teil der gemeldeten Störungen verursachte.
Um 11:11 Uhr ET verzeichnete die Störungsplattform Downdetector 2.403 Meldungen – deutlich mehr als üblich. Die meisten Beschwerden betrafen SharePoint, gefolgt von Excel und dem Microsoft 365 Admin Center.
Microsoft leitete den Datenverkehr während der Wiederherstellung um
Microsoft untersuchte die Störung unter der Vorfallsnummer MO1437424 im Microsoft 365 Admin Center. Während der Reaktion leitete das Unternehmen den Datenverkehr von der betroffenen Infrastruktur auf andere Systeme um.
Diese Maßnahme führte bei einigen Nutzern zu einer teilweisen Wiederherstellung. Dennoch kam es bei vielen Kunden weiterhin zu Einschränkungen, während Microsoft zusätzliche Gegenmaßnahmen implementierte.
Zu Beginn des Vorfalls hatte Microsoft Unternehmen empfohlen, ihre Pläne für Business Continuity und Disaster Recovery zu überprüfen und geeignete Maßnahmen entsprechend ihrer IT-Umgebung zu ergreifen.
Um 13:55 Uhr ET erklärte Microsoft, die wahrscheinliche Ursache identifiziert zu haben, und begann mit der Bereitstellung einer Fehlerbehebung. Gleichzeitig überwachte das Unternehmen weiterhin die Wiederherstellung der betroffenen Infrastruktur.
Rollback des Netzwerkupdates behebt Microsoft-365-Ausfall
Später am Abend bestätigte Microsoft, dass ein Netzwerkupdate zurückgenommen worden war. Anschließend zeigten sowohl Telemetriedaten als auch Kundenberichte, dass sich die betroffenen Dienste wieder normal verhielten.
Das Unternehmen erklärte, dass der Microsoft-365-Ausfall für alle betroffenen Nutzer vollständig behoben sei.


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