Ein belgischer Mann ist Opfer eines Romance-Scams geworden, nachdem er 35.000 US-Dollar verloren und 760 Kilometer gefahren war, um eine Frau zu treffen, von der er glaubte, dass sie seine zukünftige Ehefrau sei.

Das Opfer, Michel, 76, war überzeugt, eine Beziehung mit dem französischen Model und Ex-Schönheitskönigin Sophie Vouzelaud zu führen. Nach monatelangem Chatten über WhatsApp und dem Versenden von Tausenden von Dollar beschloss er schließlich, sie in ihrem Haus in Saint-Julien zu besuchen.

Doch statt einer romantischen Wiedervereinigung wurde Michel von Sophies tatsächlichem Ehemann Fabien empfangen.

„Meine Frau? Nein, das ist ein Fake-Account“

Der Moment wurde zu einer bitteren Enttäuschung. Fabien erklärte Michel, dass Sophie keinerlei Verbindung zu ihm habe und dass er mit einer Betrügerin kommuniziert habe.

„Man muss sehr vorsichtig sein“, warnte Fabien und forderte Michel auf, den Betrug bei der Polizei zu melden. Teile des Austauschs wurden online gestellt, um auf die Gefahren gefälschter Profile aufmerksam zu machen.

Fabien schrieb: „Es tut mir so leid für diesen Mann. Achtet auf Fake-Accounts … Ich teile dieses Video, um zu zeigen, dass es echt ist und man wachsam bleiben muss!“

Romance-Scams: Alte Masche, neue Werkzeuge

Romance-Betrug ist kein neues Phänomen. Laut Cofense-Sicherheitsberater Ronnie Tokazowski hat sich das Grundprinzip dieser Masche in über 15 Jahren kaum verändert. Heute nutzen Betrüger jedoch verstärkt soziale Netzwerke und Dating-Apps, um emotional verwundbare Personen ins Visier zu nehmen.

Sie erstellen glaubwürdige Profile mit professionellen Fotos und ausgefeilten Hintergrundgeschichten. Nachdem sie Vertrauen aufgebaut haben, manipulieren sie ihre Opfer, um Geld, Geschenkkarten, Zugangsdaten oder kompromittierende Fotos zu erhalten.

Michels Geschichte ist nur ein Beispiel unter vielen von Menschen, die online emotional betrogen werden.

So schützt man sich

Wenn du online mit jemand Neuem schreibst, beachte folgende Tipps, um nicht Opfer eines Romance-Scams zu werden:

  • Fordere ein aktuelles Foto an und überprüfe es mit der Rückwärtssuche
  • Bitte um deren Social-Media-Profile zur Identitätsprüfung
  • Klicke nicht auf unbekannte Links
  • Versende keine intimen Bilder – sie könnten für Erpressung missbraucht werden

Fazit

Dieser Fall eines Romance-Scams ist eine schmerzliche Erinnerung daran, wie effektiv emotionale Manipulation als Waffe der Cyberkriminalität eingesetzt wird. Während Plattformen gegen Identitätsdiebstahl kämpfen, liegt es an den Nutzern, wachsam zu bleiben. Wenn dir etwas seltsam vorkommt – vertraue deinem Bauchgefühl, überprüfe Identitäten und sende niemals Geld oder sensible Inhalte an Fremde.


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