Die Behörden von Rapid City untersuchen einen Cyberangriff auf eine kommunale Pumpstation des Abwassersystems, während US-Behörden gleichzeitig eine umfassendere Angriffskampagne gegen Wasser- und Abwasserbetriebe untersuchen.

Die Stadt erklärte, dass der Cyberangriff auf das Abwassersystem von Rapid City weder den Abwasserbetrieb beeinträchtigt noch die örtliche Trinkwasserversorgung gefährdet habe. Zudem teilten die Behörden mit, dass der Vorfall schnell eingedämmt und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für das betroffene System umgesetzt wurden.

Rapid City hat bislang nicht offengelegt, wie sich die Angreifer Zugang verschafften oder welche Systeme betroffen waren. Die Stadt arbeitet weiterhin mit den Bundesbehörden für Cybersicherheit zusammen, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.

Abwasserbetrieb lief ohne Unterbrechung weiter

Jim Gilbert, IT-Direktor von Rapid City, erklärte, dass die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen der Stadt während des Vorfalls wie vorgesehen funktioniert hätten.

Mitarbeiter der Stadt überprüften das betroffene System und bestätigten, dass der Abwasserbetrieb sicher fortgesetzt werden konnte. Sie kamen außerdem zu dem Schluss, dass die vorhandenen Schutzmaßnahmen die Trinkwasserversorgung wirksam absicherten.

Die Behörden beließen es jedoch nicht dabei. Nach Rücksprache mit ihren Partnern führten sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ein, um die Widerstandsfähigkeit der Stadt gegenüber künftigen Bedrohungen zu erhöhen.

Mike Theis, Leiter des Public Works Department von Rapid City, erklärte, dass die Stadt regelmäßig Maßnahmen zum Schutz der kritischen Wasser- und Abwasserinfrastruktur ergreife. Zudem werde sie ihre Systeme weiterhin auf verdächtige Aktivitäten überwachen.

Rapid City arbeitet mit CISA zusammen

Rapid City arbeitet bei den Ermittlungen mit der US-Behörde Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) zusammen.

CISA unterstützt Betreiber kritischer Infrastrukturen, die Cyberbedrohungen ausgesetzt sind, darunter Kommunen und Wasserversorger. Die Behörde hilft Organisationen dabei, Vorfälle zu untersuchen, Risiken zu bewerten und ihre Cybersicherheitsmaßnahmen zu verbessern.

Die Behörden haben bislang keine weiteren technischen Einzelheiten zu dem Cyberangriff auf das Abwassersystem von Rapid City veröffentlicht. Außerdem wurde der Vorfall bislang keinem bestimmten Bedrohungsakteur öffentlich zugeordnet.

Gilbert bestätigte, dass der Angriff in keinem Zusammenhang mit dem Vorfall vom 5. Juli steht, der das Computernetzwerk der Verwaltung von Pennington County beeinträchtigte. Seinen Angaben zufolge betrafen die beiden Fälle unterschiedliche Systeme und verschiedene Arten von Aktivitäten.

Wasserbetriebe sehen sich wachsenden Cyberrisiken gegenüber

Der Vorfall ereignet sich, während US-Behörden Cyberangriffe auf Wasser- und Abwasserbetriebe in mindestens sieben Bundesstaaten untersuchen.

Eine größere Angriffskampagne soll am vorangegangenen Wochenende 30 Wasseranlagen in Minnesota getroffen haben. Die Behörden gehen davon aus, dass mit dem iranischen Staat verbundene Hacker hinter diesen Angriffen stehen könnten.

Rapid City hat den eigenen Vorfall nicht mit dieser Kampagne in Verbindung gebracht. Dennoch zeigt der Angriff, wie wichtig es ist, die Systeme zu schützen, die essenzielle öffentliche Dienstleistungen unterstützen.

Wasser- und Abwasserbetriebe setzen zunehmend auf vernetzte Technologien, um Pumpen, Aufbereitungsprozesse und andere tägliche Abläufe zu überwachen. Cybersicherheit bleibt daher ein entscheidender Bestandteil zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und zur Gewährleistung einer zuverlässigen Versorgung.


0 Kommentare zu „Rapid City untersucht Cyberangriff auf Abwassersystem“