LinkedIns neuer Feedback-Button „scheint KI zu sein“ wurde in den ersten zwei Wochen mehr als eine Million Mal genutzt. Mit dem Tool können Nutzer Beiträge melden, die sie für minderwertig, automatisiert oder KI-generiert halten.

LinkedIns Meldungen über KI-Slop überschreiten eine Million

LinkedIns Chief Product Officer Hari Srinivasan erklärte, dass seit der Einführung mehr als eine Million Menschen auf den Feedback-Button geklickt haben.

Die Funktion gibt Nutzern die Möglichkeit, Inhalte zu melden, die synthetisch oder spamartig erscheinen. LinkedIn nutzt dieses Feedback, um zu verstehen, wie seine Community auf minderwertige Beiträge reagiert.

Das Unternehmen hat außerdem die Beitragsanalysen um weitere Details ergänzt. Ersteller von Inhalten können nun mehr Informationen darüber sehen, wie andere Nutzer mit ihren Inhalten interagieren.

Eine einzelne Meldung schränkt die Reichweite nicht ein

LinkedIn erklärte, dass eine einzelne Rückmeldung nicht darüber entscheidet, wie weit ein Beitrag verbreitet wird. Stattdessen verwendet die Plattform mehrere Signale, wenn sie Inhalte in den Feeds der Nutzer einordnet.

Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es Schutzmaßnahmen gibt, um zu verhindern, dass andere Mitglieder unfair ins Visier genommen werden. Dies ist wichtig, da Nutzer ein Meldetool für KI-Inhalte andernfalls gegen Konkurrenten oder Kritiker missbrauchen könnten.

Srinivasan erklärte, dass Nutzer inzwischen 40 Prozent weniger Aufrufe von Inhalten sehen, die LinkedIn als KI-Slop einstuft. Er gab jedoch nicht bekannt, wie viele Beiträge davon betroffen waren.

LinkedIn geht gegen automatisierte Beiträge und Kommentare vor

Die Plattform steht zunehmend unter Druck, generische KI-generierte Beiträge, Bot-Aktivitäten und automatisierte Kommentare zu reduzieren. Kritiker argumentieren, dass solche Inhalte professionelle Feeds weniger nützlich und weniger vertrauenswürdig machen.

LinkedIn hatte KI-gestütztes Veröffentlichen zuvor mit Tools wie der Funktion „Enhance post“ gefördert. Berichten zufolge ersetzt das Unternehmen diese nun jedoch durch ein Korrekturtool, das größeren Wert auf Authentizität legt.

LinkedIns Maßnahmen gegen KI-Slop richten sich auch gegen automatisierte Kommentare. Das Unternehmen gibt an, täglich Hunderttausende Versuche automatisierter Kommentare zu blockieren.

Darüber hinaus hat LinkedIn in den vergangenen Monaten Milliarden weiterer Automatisierungsversuche verhindert. Der neue Feedback-Button zeigt, dass die Plattform auf die wachsende Frustration über synthetische und repetitive Inhalte reagiert.


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