LexisNexis hat mehrere Dienste offline genommen, nachdem verdächtige Aktivitäten auf Servern entdeckt wurden, die von einem Drittanbieter verwaltet werden.
Betroffen sind die Produkte Nexis Diligence, Nexis Metabase API und Nexis Newsdesk. Das Unternehmen trennte die Verbindung zu den Systemen des Anbieters, um den Vorfall einzudämmen.
LexisNexis untersucht den Vorfall nun mit Unterstützung eines auf Cybersicherheitsforensik spezialisierten Unternehmens. Die betroffenen Systeme sollen in einer neuen Umgebung neu aufgebaut werden.
Dienste nach Warnung des Anbieters offline genommen
Das Unternehmen erklärte, Anfang dieser Woche ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt zu haben. Die betroffenen Server wurden von einem nicht genannten externen Anbieter gehostet und verwaltet.
LexisNexis entschied sich, die Verbindung zu diesen Systemen sofort zu trennen. Die Maßnahme sollte Kunden schützen und den Vorfall eindämmen.
Todd Larsen, Präsident der globalen Nexis-Solutions-Sparte von LexisNexis, bestätigte die Abschaltung der Dienste. Er erklärte, dass die Untersuchung und die Maßnahmen zur Behebung des Problems weiterhin laufen.
Das Unternehmen hat keine Einzelheiten zur Art der verdächtigen Aktivitäten veröffentlicht. Es hat außerdem nicht mitgeteilt, ob auf Daten zugegriffen wurde oder Daten gestohlen wurden.
Mehrere Nexis-Produkte betroffen
Nexis Diligence ist eine Plattform für Due-Diligence- und Risikorecherchen. Compliance-Teams nutzen sie, um Unternehmen, Personen und potenzielle Risiken zu überprüfen.
Nexis Metabase API stellt Datenfeeds mit Nachrichten- und Medieninhalten bereit. Unternehmen können diese Feeds in interne Tools und Dienste integrieren.
Nexis Newsdesk unterstützt Medienbeobachtung und Analysen. Die Plattform wird häufig von Kommunikations-, PR- und Marketingteams genutzt.
Der Ausfall kann Kunden beeinträchtigen, die für Recherchen, Überwachung oder Datenintegrationen auf diese Dienste angewiesen sind. LexisNexis nannte keinen Zeitplan für die Wiederherstellung der Dienste.
Keine Verbindung zu Angriffen auf Metabase Cloud
Die Abschaltung erfolgte nach jüngsten Datendiebstahl-Angriffen auf Metabase Cloud. Bei diesen Angriffen wurde eine kritische Zero-Day-Schwachstelle für SQL-Injection ausgenutzt.
LexisNexis erklärte jedoch, dass sein Produkt Nexis Metabase API nicht mit Metabase Cloud in Verbindung steht. Das Unternehmen teilte außerdem mit, dass Nexis Solutions kein Kunde von Metabase Cloud ist.
Daher bringt LexisNexis den aktuellen Vorfall nicht mit der gemeldeten Schwachstelle in Metabase Cloud in Verbindung.
LexisNexis war bereits von früheren Sicherheitsvorfällen betroffen
Dies ist nicht der erste Cybersicherheitsvorfall der jüngeren Vergangenheit, an dem LexisNexis beteiligt ist.
Im Mai 2025 meldete das Unternehmen ein Datenleck, von dem 364.000 Menschen betroffen waren. Angreifer verschafften sich Zugriff auf private GitHub-Repositories und stahlen personenbezogene Daten.
Im März nahm der Bedrohungsakteur FulcrumSec LexisNexis über die React2Shell-Schwachstelle ins Visier. Die Angreifer erhielten Zugriff auf eine begrenzte Anzahl von Servern in der AWS-Umgebung des Unternehmens.
LexisNexis erklärte, dass diese Systeme hauptsächlich ältere Daten enthielten. Später bestätigte das Unternehmen, dass Angreifer private Dateien gestohlen und veröffentlicht hatten.
Der aktuelle Vorfall wird weiterhin untersucht. Kunden sollten die offiziellen Mitteilungen von LexisNexis verfolgen, um Informationen zur Verfügbarkeit der Dienste und zu einer möglichen Offenlegung von Daten zu erhalten.


0 Kommentare zu „LexisNexis schaltet Dienste nach verdächtigen Serveraktivitäten ab“