Die Krypto-Wäsche über mehrere Blockchains explodiert förmlich. Kriminelle verschieben gestohlene digitale Vermögenswerte rasant über verschiedene Blockchains und treiben die illegalen Geldflüsse laut einem neuen Bericht der Blockchain-Analysefirma Elliptic auf rekordverdächtige 21,8 Milliarden US-Dollar.

Diese Summe mehr als verdreifacht die 7 Milliarden US-Dollar von 2023 und übertrifft die 4 Milliarden von 2022 deutlich. Der steile Anstieg zeigt, wie Täter fortschrittliche Techniken nutzen, um ihre Spuren in einer zunehmend fragmentierten Kryptolandschaft zu verwischen.

Wie Kriminelle Krypto verstecken

Kriminelle tauschen nicht nur Tokens, sie verwirren bewusst die Spur.

Elliptic fand heraus:

  • 33 % der Fälle beinhalteten Aktivitäten über mehr als drei Blockchains
  • 27 % nutzten über fünf Blockchains
  • 20 % umfassten zehn oder mehr

Sie verwenden dezentrale Börsen, Cross-Chain-Brücken und anonyme Swap-Dienste, um Gelder unentdeckt zu bewegen. Diese Swaps erfolgen häufig über dubiose Webseiten oder Telegram-Kanäle und beinhalten zahlreiche schnelle Transaktionen, um die Herkunft zu verschleiern.

Nordkorea und groß angelegte Betrugsfälle

Einer der aktivsten Akteure? Nordkorea. Hacker, die mit der DPRK in Verbindung stehen, sind für etwa 12 % der geschätzten 21,8 Milliarden US-Dollar verantwortlich und nutzen Cross-Chain-Methoden, um gestohlene Gelder aus Krypto-Hacks zu waschen.

Der Bybit-Hack im Februar 2025, bei dem 1,5 Milliarden US-Dollar gestohlen wurden, ist ein Paradebeispiel. Die Angreifer bewegten das gestohlene Krypto über mehrere Blockchains mittels strukturierter Multi-Hop-Transaktionen, um ihre Spuren zu verwischen.

Doch nicht nur staatliche Akteure sind involviert. Der Anstieg von industriell betriebenen Betrugsfällen, Memecoin-Rug-Pulls und der Geldwäsche aus Glücksspielgewinnen zeigt, dass Cross-Chain-Taktiken sich schnell verbreiten.

Wann ein Krypto-Swap verdächtig wird

Nicht alle Swaps sind illegal – viele sind routinemäßige Handelsaktionen. Elliptic warnt jedoch, dass Multi-Hop- und Chain-Hopping-Aktivitäten, besonders wenn sie hohe Gebühren verursachen und keinen finanziellen Nutzen bieten, klare Warnzeichen sind.

Diese Taktiken zielen darauf ab, die Blockchain-Forensik zu verwirren und die Rückverfolgung sowie Wiedererlangung von Geldern zu erschweren oder unmöglich zu machen.

Fazit

Der Anstieg der Cross-Chain-Kryptowäsche signalisiert eine neue Phase der Krypto-Kriminalität. Mit zunehmender Raffinesse der Täter reicht es nicht mehr, nur eine Blockchain zu überwachen. Strafverfolgungsbehörden und Compliance-Teams müssen sich schnell anpassen – der wilde Westen der Blockchain wird immer wilder.


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