Mozilla hat Firefox Containers als integrierte Vorschaufunktion in Firefox 153 eingeführt. Die Funktion bietet Nutzern eine einfachere Möglichkeit, Online-Konten und Browseraktivitäten voneinander zu trennen.

Mit Firefox Containers können Nutzer separate Bereiche für Arbeit, private Konten und datenschutzsensibles Surfen erstellen. Jeder Container speichert eigene Cookies, Anmeldedaten und Website-Daten, sodass Aktivitäten in einem Container nicht automatisch in einen anderen übernommen werden.

Bisher mussten Nutzer die Erweiterung Firefox Multi-Account Containers installieren, um dieselbe Funktionalität zu erhalten. Mozilla plant nun, diese direkt in den Browser zu integrieren.

Firefox Containers trennen Browsersitzungen

Firefox Containers ermöglichen es, gleichzeitig bei mehreren Konten auf derselben Website angemeldet zu sein, ohne den Browser wechseln oder separate Firefox-Profile anlegen zu müssen.

So kann ein Nutzer beispielsweise sein berufliches E-Mail-Konto in einem Container und sein privates E-Mail-Konto in einem anderen verwenden. Der Browser behandelt beide Sitzungen getrennt, wodurch das Risiko sinkt, Konten zu vermischen oder arbeitsbezogene Aktivitäten auf privaten Websites offenzulegen.

Die Funktion schränkt außerdem das websiteübergreifende Tracking ein. Cookies und Tracker, die in einem Container gesammelt werden, können Nutzern nicht ohne Weiteres in einen anderen Container folgen.

Dadurch ist es weniger wahrscheinlich, dass jemand nach einer Produktsuche in einem privaten Container später beim Surfen in einem separaten Arbeitscontainer passende Werbung angezeigt bekommt.

Mozilla löst die Containers-Erweiterung schrittweise ab

Mozilla stellte Containers am 23. Juli als Vorschaufunktion in Firefox 153 vor. Nach Angaben des Unternehmens soll das integrierte Werkzeug die Verwaltung von Datenschutzeinstellungen und die Trennung verschiedener Konten vereinfachen.

Die aktuelle Vorschau enthält allerdings noch nicht alle Funktionen der bestehenden Erweiterung Firefox Multi-Account Containers. Nutzer, die den vollständigen Funktionsumfang benötigen, können die Erweiterung daher weiterhin verwenden, während Mozilla die integrierte Version weiterentwickelt.

Mozilla bezeichnet die Veröffentlichung als ersten Schritt, Firefox besser an die Art und Weise anzupassen, wie Menschen ihr digitales Leben zwischen Arbeit, Privatnutzung und besonders geschützten Browsersitzungen aufteilen.

Firefox wechselt zu einem Zwei-Wochen-Rhythmus für Updates

Mozilla plant außerdem, den Veröffentlichungszyklus von Firefox zu beschleunigen.

Ab dem 1. September sollen Browser-Updates alle zwei Wochen statt nur einmal im Monat erscheinen. Dadurch möchte Mozilla neue Funktionen, Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates schneller bereitstellen.

Ein schnellerer Veröffentlichungsrhythmus könnte außerdem die Zeit zwischen der Entdeckung einer Sicherheitslücke und der Bereitstellung eines Patches verkürzen.

Mozillas Engineering-Direktor Sylvestre Ledru erklärte, der neue Ansatz werde mehr Möglichkeiten schaffen, fertige Updates auszuliefern und gleichzeitig die Veröffentlichungen planbarer zu machen.

Was Firefox Containers für Nutzer bedeuten

Firefox Containers bieten ein praktisches Datenschutzwerkzeug für Menschen, die mehrere digitale Identitäten verwalten. Statt mehrere Browser zu öffnen oder sich ständig an- und abzumelden, können Nutzer verschiedene Sitzungen innerhalb eines einzigen Browsers getrennt halten.

Die Funktion dürfte besonders für Freiberufler, Remote-Mitarbeiter und alle interessant sein, die mehrere Konten bei denselben Diensten verwalten.

Mit der Integration von Firefox Containers direkt in den Browser macht Mozilla eines seiner beliebtesten Datenschutzwerkzeuge für deutlich mehr Nutzer einfacher zugänglich.


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