Anthropic scheint Claude Cowork für mobile Geräte vorzubereiten und Nutzern damit die Möglichkeit zu geben, langlaufende KI-Aufgaben direkt über ihr Smartphone zu überwachen und zu verwalten. Kürzlich aufgetauchte Screenshots deuten darauf hin, dass Cowork auf Mobilgeräte erweitert wird, ohne die App in eine vollwertige KI-Arbeitsumgebung zu verwandeln.
Stattdessen scheint die mobile Version dafür ausgelegt zu sein, laufende Aufgaben zu steuern, während der Computer die eigentliche Verarbeitung übernimmt.
Was ist Claude Cowork?
Claude Cowork ist Anthropics KI-basierter Arbeitsbereich für Desktop-Computer, der Nutzer bei der Bearbeitung komplexer Aufgaben über längere Zeiträume unterstützt.
Im Gegensatz zu Claude Code, das sich auf die Softwareentwicklung konzentriert, unterstützt Cowork ein deutlich breiteres Spektrum an Produktivitätsaufgaben. Nutzer können Dokumente analysieren, Dateien organisieren, Berichte erstellen, Tabellen anlegen und die KI im Hintergrund weiterarbeiten lassen.
Die Funktion ermöglicht es, eine Aufgabe zu starten und ihren Fortschritt später zu überprüfen, anstatt auf den Abschluss jedes einzelnen Arbeitsschritts warten zu müssen.
Mobile App scheint für die Fernverwaltung bereit zu sein
Screenshots, die im Internet aufgetaucht sind, deuten darauf hin, dass Anthropic derzeit eine mobile Version von Claude Cowork testet.
Den Bildern zufolge sollen Nutzer „Aufgaben direkt über ihr Smartphone starten und steuern“ können. Außerdem sollen sie den Fortschritt über die mobile App, einen Webbrowser oder die Claude-Desktop-Anwendung verfolgen können.
Eine weitere Meldung bestätigt, dass Aufgaben auch dann weiterlaufen, wenn die mobile App geschlossen wird. Dadurch könnten Nutzer langlaufende KI-Prozesse auch unterwegs bequem überwachen.
Der Computer übernimmt weiterhin die Arbeit
Die Screenshots deuten außerdem darauf hin, dass Anthropic seine mobile App nicht als Ersatz für die Desktop-Version entwickeln möchte.
Stattdessen fungiert das Smartphone eher als Fernbedienung für Cowork, das auf einem Windows-PC oder Mac ausgeführt wird. Nutzer können Aufgaben starten, den Fortschritt verfolgen und mit laufenden Prozessen interagieren, während der Computer weiterhin die eigentliche Verarbeitung übernimmt.
Dieser Ansatz entspricht Anthropics bisheriger Beschreibung von Cowork. Die Anwendung läuft lokal auf dem Computer des Nutzers und greift ausschließlich auf die Dateien zu, die der Nutzer ausdrücklich freigibt.
Hintergrundverarbeitung bleibt das wichtigste Merkmal
Einer der größten Vorteile von Cowork besteht darin, dass die KI ohne ständige Benutzereingriffe weiterarbeiten kann.
So kann sie beispielsweise große Dokumentensammlungen analysieren, lokale Dateien organisieren, Berichte erstellen oder andere zeitaufwendige Aufgaben erledigen, während sich der Nutzer anderen Tätigkeiten widmet. Die mobile Unterstützung würde es lediglich erleichtern, den Fortschritt zu überprüfen und von überall aus zusätzliche Anweisungen zu geben.
Anthropic hat noch keinen Veröffentlichungstermin bestätigt
Anthropic hat Claude Cowork für mobile Geräte bislang nicht offiziell angekündigt.
Die geleakten Screenshots sprechen jedoch deutlich dafür, dass das Unternehmen aktiv an dieser Funktion arbeitet. Sollte die Einführung dem auf den Bildern gezeigten Konzept folgen, werden Nutzer ihre KI-gestützten Desktop-Aufgaben künftig bequem über ihr Smartphone verwalten können, ohne auf die Leistungsfähigkeit der Desktop-Version verzichten zu müssen.

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