Apollo Global Management hat einen Cyberangriff bestätigt, bei dem sensible personenbezogene Daten, darunter Sozialversicherungsnummern, offengelegt wurden. Bei dem Apollo-Datenleck verschafften sich Angreifer im Juli unbefugten Zugriff auf einige der Cloud-Plattformen des Investmentriesen.

Angreifer griffen auf Apollos Cloud-Plattformen zu

Apollo erklärte, dass Angreifer durch eine Social-Engineering-Attacke zwischen dem 6. und 10. Juli Zugriff auf bestimmte Cloud-Systeme erhielten.

Das Unternehmen informierte die Strafverfolgungsbehörden und leitete eine Untersuchung ein. Am 12. August stellte es fest, dass zu den potenziell offengelegten Daten Namen, Geburtsdaten, Wohnadressen und Kontaktinformationen gehörten.

Die betroffenen Datensätze enthielten auch Sozialversicherungsnummern. Apollo erklärte jedoch, dass der Vorfall nur einen Teil seiner Systeme betraf.

Apollo erklärt, dass Kundengelder weiterhin sicher sind

Apollo erklärte, dass während des Vorfalls keine Kundengelder kompromittiert wurden. Das Unternehmen gab außerdem an, keine Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die gestohlenen personenbezogenen Daten im Internet veröffentlicht oder für Betrug verwendet wurden.

Das Unternehmen hat nicht mitgeteilt, wie viele Menschen von dem Apollo-Datenleck betroffen waren. Es bleibt außerdem unklar, ob die Datensätze Mitarbeitern, Kunden oder beiden Gruppen gehörten.

Apollo beschäftigte zum 31. Dezember 2025 laut seinem jüngsten Jahresbericht rund 6.140 Mitarbeiter.

Kreditüberwachung für Betroffene angeboten

Apollo bietet betroffenen Personen eine kostenlose Kreditüberwachung und Dienste zum Schutz vor Identitätsdiebstahl an. Das Unternehmen forderte sie auf, ihre Finanzkonten und Kreditauskünfte auf verdächtige Aktivitäten zu überprüfen.

Das Datenleck ereignet sich zu einer Zeit, in der Social-Engineering-Angriffe zunehmend auf Finanzunternehmen abzielen. Bei diesen Kampagnen geben sich Kriminelle häufig als IT-Supportmitarbeiter aus und leiten Beschäftigte auf gefälschte Anmeldeseiten.

Diese Seiten können Passwörter und aktive Sitzungstoken stehlen. Angreifer können anschließend auf die Cloud-Dienste von Unternehmen zugreifen und Daten für Erpressungszwecke sammeln.

Google-Forscher warnten kürzlich davor, dass die als UNC6671 verfolgte Gruppe Finanz- und Rechtsorganisationen ins Visier genommen hat. Apollo hat sein Datenleck jedoch nicht dieser Gruppe zugeschrieben.


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