Dennoch legten massive Lecks weiterhin Milliarden von Zugangsdaten offen.
Globaler Rückgang von Datenlecks
Cybernews berichtet über einen weltweiten Rückgang kompromittierter Konten um 77 % im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal. Länder, die Anfang des Jahres am stärksten betroffen waren, verzeichneten dramatische Verbesserungen:
- USA: 92 % weniger Lecks
- Frankreich und Venezuela: 99 % weniger Lecks
- Indien: 94 % weniger Lecks
- Russland: 97 % weniger Lecks
Der Rückgang deutet auf stärkere Abwehrmaßnahmen oder weniger groß angelegte Vorfälle in diesem Zeitraum hin.
Das Leck mit 16 Milliarden Zugangsdaten
Trotz des Rückgangs entdeckten Forscher eine der größten Datenexponierungen aller Zeiten. Rund 16 Milliarden Datensätze wurden offengelegt, darunter Logins für Google, Apple, Facebook und Telegram. Die Daten stammten von Infostealer-Malware und nicht aus wiederverwendeten alten Lecks. Dieses Leck zeigte, wie Kriminelle Anmeldedaten massenhaft sammeln und auf Untergrundmärkten handeln.
Die USA bleiben stark betroffen
Laut Identity Theft Resource Center waren in der ersten Hälfte 2025 mehr als 165 Millionen Amerikaner von Lecks betroffen. Über 1.700 separate Vorfälle trugen zu dieser Zahl bei. Die USA bleiben aufgrund ihrer weitreichenden digitalen Infrastruktur ein Hauptziel.
Weitere bemerkenswerte Lecks
- TransUnion: Ein Drittanbieter-Leck legte im Juli die persönlichen Daten von Millionen Kunden offen.
- MathWorks (MATLAB): Ein Ransomware-Angriff kompromittierte im Mai Sozialversicherungsnummern und Adressen von über 10.000 Nutzern.
Diese Fälle zeigen, dass selbst wenn die Gesamtzahlen sinken, einzelne Vorfälle weiterhin sensible Daten in großem Umfang offenlegen können.
Fazit
Der Rückgang kompromittierter Konten im Jahr 2025 deutet auf Fortschritte in der Cybersicherheit hin. Doch das Ausmaß einzelner Lecks, wie der Vorfall mit 16 Milliarden Zugangsdaten, beweist, dass die Bedrohung weiterhin ernst bleibt. Organisationen und Einzelpersonen müssen starke Abwehrmaßnahmen, Multifaktor-Authentifizierung und kontinuierliches Monitoring priorisieren, um die Auswirkungen zukünftiger Lecks zu begrenzen.


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