Ai-Da malt König Charles, ohne dass dieser für das Porträt posieren musste. Die ultrarealistische humanoide Roboterkünstlerin erschuf ein stilisiertes Ölgemälde mithilfe von KI-Algorithmen und ihrem mechanischen Arm – ganz ohne pinselschwingenden Monarchen.
Das Porträt mit dem Titel Algorithm King wurde auf dem AI For Good Summit in Genf vorgestellt und zeigt eindrucksvoll, wie weit generative Technologie mittlerweile fortgeschritten ist. Ai-Da nutzte maschinelles Lernen, Computer Vision und Robotik, um das Werk zu realisieren.
Ein Porträt für einen (digitalen) König
Das Porträt erforderte kein klassisches Posen von König Charles. Stattdessen malt Ai-Da König Charles mithilfe visueller Daten, die sie mit ihren integrierten Kameras erfasst hat. Diese Daten wurden von trainierten Algorithmen verarbeitet und in ein digitales Abbild des Monarchen verwandelt.
Das fertige Werk wurde mit Ölfarbe auf echter Leinwand umgesetzt – gemalt von Ai-Das mechanischem Arm. Das Resultat ist sowohl eine technische Meisterleistung als auch ein symbolisches Statement über die wandelnde Natur der Kunst im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Es ist nicht ihr erstes königliches Projekt – im Jahr 2022 malte sie Königin Elizabeth II., womit Charles nun das zweite gekrönte Haupt in ihrer Sammlung ist.
Mehr als nur ein Roboter
Ai-Da wurde 2019 erschaffen und gilt als die weltweit erste ultrarealistische humanoide Künstlerin. Ihr Name ist eine Hommage an die Computerpionierin Ada Lovelace.
Sie empfindet keine Emotionen und denkt nicht wie ein Mensch. Ihre Kreativität basiert auf generativen Algorithmen, die mit Tausenden klassischer und zeitgenössischer Kunstwerke trainiert wurden.
Ihre Werke wurden bereits in renommierten Institutionen wie der V&A, der Tate Modern und der Biennale in Venedig ausgestellt.
Wo Kultur auf Code trifft
Der britische Diplomat Simon Manley nannte Ai-Da einen „kulturellen Gesprächsanstoß“ und lobte ihre Rolle bei der Präsentation britischer Innovationskraft auf internationaler Bühne.
Die Enthüllung von Algorithm King, zusammen mit ihrem früheren Werk Algorithm Queen, löste neue Debatten über die Rolle von KI in der bildenden Kunst aus.
Ob man ihre Werke als Kunst, Technologie oder beides betrachtet – Ai-Da überschreitet Grenzen. Und sie malt königliche Persönlichkeiten dabei gleich mit.
Fazit
Während Ai-Da König Charles malt, verschwimmen die Grenzen zwischen Tradition und Technologie weiter. Ihre KI-gesteuerte Kreativität benötigt keine Live-Sitzungen mehr und bietet einen Ausblick auf die Zukunft der Porträtkunst – eine Zukunft, in der Maschinen nicht nur kopieren, sondern interpretieren.
Eines steht fest: Der König wurde nun offiziell von einem Roboter porträtiert. Zweimal.


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