Fehlinformationen aus einem von Google generierten AI-Suchüberblick haben nun auch den Weg in die Mainstream-Medien gefunden. Das Magazin Men’s Health veröffentlichte kürzlich einen Artikel, in dem fälschlicherweise behauptet wurde, NBA-Star Luka Dončić habe beim NBA Scouting Combine 2018 eine Sprunghöhe von 42 Zoll erreicht. Das Problem? Dončić hat an der Veranstaltung gar nicht teilgenommen.

Die falsche Behauptung stammt vermutlich aus einem KI-generierten Überblick in der Google-Suche, der Dončić die beeindruckende Leistung zuschrieb. Tatsächlich gehört der 42-Zoll-Sprung Donte DiVincenzo, einem Spieler der Minnesota Timberwolves, der diesen Wert beim Combine tatsächlich erreichte.

AI-Zusammenfassung löste die Fehlinformation aus

Nick Angstadt, Moderator des Locked on Mavericks-Podcasts, entdeckte den Fehler zuerst und teilte einen Screenshot des Google-AI-Überblicks auf der Plattform X. Dort hieß es, Dončićs vertikaler Sprung sei „offiziell mit 42 Zoll gemessen“ worden – eine Falschinformation, die Men’s Health dann übernahm.

Inzwischen wurden sowohl der Artikel als auch die KI-Zusammenfassung korrigiert. Men’s Health räumte den Fehler ein und aktualisierte den Beitrag. Von Google gab es bislang keine öffentliche Erklärung.

Die Gefahr ungeprüfter AI-Zusammenfassungen

Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel für die Risiken unkontrollierter AI-Inhalte. Was eigentlich ein fundierter Bericht über Dončić hätte sein sollen, wurde durch einen leicht vermeidbaren Fehler entwertet.

„Das ist einfach die neue Version von ‚Vertrau nicht auf Wikipedia‘“, schrieb Angstadt und rief dazu auf, AI-generierte Angaben zu überprüfen, bevor man sie als Fakten hinnimmt.

Eine aktuelle Studie des Pew Research Center zeigte, dass Nutzer deutlich seltener auf Links klicken, wenn AI-Zusammenfassungen in Google-Suchergebnissen erscheinen. Nur 8 % der Sitzungen führten zu Klicks auf reguläre Links – nur 1 % klickte auf die in der Zusammenfassung genannten Quellen.

Verlage fürchten Traffic-Verlust – und falsche Fakten

Die niedrigen Klickraten alarmieren viele Medienhäuser, die auf Webseitenbesuche angewiesen sind. Der Vorfall verdeutlicht auch, wie leicht Fehlinformationen durch KI verbreitet werden können, wenn diese nicht überprüft werden.

Men’s Health, ein Unternehmen der Hearst-Gruppe, hat bislang keine weitere Stellungnahme abgegeben. Dončićs tatsächliche Leistungen auf dem Platz sprechen indes für sich – ganz ohne KI.

Fazit

Der Vorfall um Luka Dončić und die Google-AI-Zusammenfassung zeigt, wie schnell sich Fehlinformationen verbreiten können, wenn AI-Ergebnisse nicht verifiziert werden. Während immer mehr Verlage KI-Tools nutzen, bleibt eines klar: Ohne gründliches Fact-Checking geht es nicht.


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