Die Abwehr des rekordverdächtigen DDoS-Angriffs durch Cloudflare zeigt, wie schnell die Bedrohungen wachsen. In nur 35 Sekunden setzten Angreifer 11,5 Terabit pro Sekunde (Tbps) an Datenverkehr frei. Cloudflare blockierte den Angriff und verhinderte Unterbrechungen für seine Kunden.


Ablauf des Angriffs

Der Angriff basierte auf einer UDP-Flut, die eine Spitze von 11,5 Tbps und 5,1 Milliarden Pakete pro Sekunde erreichte. Dieses Ausmaß macht ihn zum größten volumetrischen DDoS-Angriff, der jemals aufgezeichnet wurde.

Der Datenverkehr stammte aus einer Mischung von Quellen, darunter kompromittierte Cloud-Dienste und IoT-Geräte. Erste Berichte gaben fälschlicherweise Google Cloud die Schuld, doch Cloudflare stellte klar, dass kein einzelner Anbieter den Angriff dominierte.


Cloudflares schnelle Reaktion

Die automatisierten Abwehrsysteme von Cloudflare wurden sofort aktiviert. Das System erkannte ungewöhnliche Verkehrsmuster, filterte schädliche Anfragen und hielt die Dienste online. Kunden erhielten sofortige Benachrichtigungen über den Vorfall.

Der gesamte Angriff dauerte nur 35 Sekunden, stellte die Infrastruktur des Unternehmens jedoch mit einem noch nie dagewesenen Datenvolumen auf die Probe.


Frühere Rekorde

Dies war nicht das erste Mal, dass Cloudflare einem massiven Angriff ausgesetzt war. Zwei Monate zuvor stoppte das Unternehmen einen 7,3 Tbps DDoS-Angriff, der in weniger als einer Minute 37,4 TB Daten lieferte. Dieser Angriff entsprach fast 10.000 gleichzeitig gestreamten HD-Filmen.


Wachsende Cyberbedrohungen

In der ersten Hälfte des Jahres 2025 blockierte Cloudflare 27,8 Millionen DDoS-Angriffe. Diese Zahl übersteigt bereits die Gesamtzahl des gesamten Jahres 2024.

Der Anstieg wird durch kostengünstige Botnetze und schlecht gesicherte IoT-Geräte angetrieben. Volumetrische Angriffe bleiben eine der störendsten und am leichtesten zugänglichen Methoden für Cyberangriffe.


Fazit

Der rekordverdächtige Cloudflare DDoS-Angriff zeigt, wie schnell Cyberbedrohungen eskalieren. Das Blockieren von 11,5 Tbps bösartigem Datenverkehr in Sekunden unterstreicht die Bedeutung fortschrittlicher Abwehrmaßnahmen. Da Angreifer ihre Methoden verfeinern, müssen Organisationen ihre Widerstandsfähigkeit stärken, um die nächste Welle zu überstehen.


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