Hacker nutzen jetzt vergessene Google-Storage-Buckets aus, indem sie aufgegebene Cloud-Adressen zurückerlangen, um Malware einzuschleusen oder Daten zu stehlen. Google hat deutliche Warnungen an Entwickler ausgesprochen und auf die wachsende Gefahr sogenannter „Dangling-Bucket“-Angriffe hingewiesen.
Was sind „Dangling-Bucket“-Angriffe?
„Dangling-Bucket“-Angriffe treten auf, wenn ein Storage-Bucket gelöscht wird, aber Verweise auf seinen Namen weiterhin in Code, Dokumentation oder Apps bestehen bleiben. Cyberkriminelle können denselben Bucket-Namen unter eigener Kontrolle registrieren, um schädliche Inhalte zu hosten oder Daten von ahnungslosen Nutzern zu sammeln.
Googles Sicherheitsempfehlungen
Google rät Teams, einen sorgfältigen Stilllegungsprozess zu befolgen:
Nutzung prüfen: Vor dem Löschen eines Buckets sollten Protokolle auf aktiven Datenverkehr überprüft werden, insbesondere auf Zugriffe auf ausführbare Dateien, ML-Modelle oder Konfigurationsdateien.
Vor dem Löschen warten: Überwachen Sie die Aktivität mindestens eine Woche lang – so lassen sich seltene oder stapelweise Zugriffe erkennen.
Nach veralteten Verweisen suchen: Durchsuchen Sie Codebasis und Dokumentation nach verbliebenen Bucket-Namen oder URLs. Wiederholte 404-Fehler sind Warnsignale.
Zurückfordern oder entfernen: Falls Sie den Bucket-Namen noch besitzen, erstellen Sie ihn in einem sicheren Projekt neu und setzen Sie strenge IAM-Kontrollen ein. Falls nicht, entfernen Sie alle Verweise sofort.
Größerer Zusammenhang: Risiken falsch konfigurierter Cloud-Buckets
„Dangling-Buckets“ sind Teil eines größeren Problems – Fehlkonfigurationen in Cloud-Speichern. Ein aktueller Branchenbericht ergab, dass fast jeder zehnte Cloud-Storage-Bucket sensible Daten enthielt, was Organisationen einem hohen Risiko der Datenoffenlegung aussetzt. Zudem wurden mehr als 200 Milliarden Dateien als offengelegt auf großen Cloud-Plattformen identifiziert – ein Beweis dafür, wie leicht Fehlkonfigurationen zu massiven Datenlecks führen können.
Fazit
Vergessene Google-Storage-Buckets stellen eine ernsthafte Sicherheitsbedrohung dar – tote Namen, die zu gefährlichen Einstiegspunkten für Cyberangriffe werden. Durch die Umsetzung von Googles Empfehlungen für eine sorgfältige Stilllegung und strengere Bereinigungsprozesse können Entwickler Risiken mindern und diese versteckten Schwachstellen beseitigen, bevor Angreifer sie ausnutzen.


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