Ein erschütternder Fall von Adoptionsbetrug und Cyberstalking endete mit einer Verurteilung auf Bundesebene. Eine 37-jährige Frau aus New York nutzte gefälschte Adoptionsangebote, um Familien in den USA zu belästigen und zu betrügen – nun wurde sie verurteilt.
Der Betrug hinter dem Bildschirm
Staatsanwälte erklärten, dass die Frau unter dem Pseudonym „Ashley“ auftrat und sich als werdende Mutter ausgab, die ihr Baby zur Adoption freigeben wollte. Sie nutzte mehrere gefälschte Identitäten, bearbeitete Fotos und erfand emotionale Geschichten, um ihre Opfer zu täuschen.
Die Betrügerin hatte es auf verletzliche Menschen abgesehen, die verzweifelt ein Kind adoptieren wollten. Sie spielte mit ihrem Vertrauen, erfand Komplikationen in der Schwangerschaft und verschickte sogar Ultraschallbilder, um ihre Lüge glaubwürdig zu machen.
In vielen Fällen überwiesen die Opfer Geld für angebliche Arztkosten und Reisekosten. Die Betrügerin manipulierte ihre Opfer über Wochen emotional, bevor diese erkannten, dass es kein Baby gab.
Cyberstalking wird zur Straftat
Die Straftaten der Frau gingen über Betrug hinaus. Als einige Opfer nicht mehr reagierten oder sie konfrontierten, begann sie mit Drohungen und Online-Belästigungen. Sie erstellte gefälschte Social-Media-Profile und veröffentlichte verstörende Beiträge über ihre Opfer – einschließlich Drohungen gegen deren Familien.
Gerichtsunterlagen zeigen, dass sie Arbeitgeber, Freunde und Angehörige der Opfer kontaktierte, falsche Behauptungen verbreitete und deren Ruf schädigte. In einigen Fällen drohte sie sogar, die erfundenen Babys zu verletzen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt wurden.
Rechtliche Konsequenzen
Das US-Justizministerium klagte sie wegen Internetbetrugs und Cyberstalking an. Sie bekannte sich schuldig und wurde zu drei Jahren Bundesgefängnis verurteilt.
Behörden warnen, dass ihre Betrugsmasche womöglich noch viele weitere Familien geschädigt hat, die sich nie gemeldet haben.
Fazit
Der Fall der Adoptionsbetrügerin und Cyberstalkerin zeigt, wie gefährlich Online-Betrug sein kann, wenn emotionale Manipulation mit böswilliger Absicht kombiniert wird. Da Adoptionsbetrug weiter zunimmt, raten Experten betroffenen Familien dringend, Kontakte sorgfältig zu prüfen, sich nicht unter Druck setzen zu lassen und verdächtiges Verhalten sofort zu melden.


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