Der A7A5-Stablecoin verzeichnet ein explosives Wachstum – das an den Rubel gebundene Krypto-Asset ist in nur zwei Wochen um über 240 % gestiegen. Immer mehr russische Nutzer greifen auf den Stablecoin zurück, um internationale Sanktionen und eingefrorene Krypto-Konten zu umgehen.

Laut dem Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic beträgt das Gesamtangebot von A7A5 mittlerweile über 41 Milliarden Token – mit einem geschätzten Wert von über 501 Millionen US-Dollar. Die täglichen Transaktionen überschreiten bereits 1 Milliarde US-Dollar und machen den Stablecoin zu einem zentralen Instrument für sanktionierte grenzüberschreitende Aktivitäten.

Entwickelt, um das System zu umgehen

A7A5 wurde im Januar 2025 mit nur 1,5 Millionen Token eingeführt. Doch als große Stablecoin-Anbieter wie Tether sanktionierte Konten blockierten – darunter 26 Millionen US-Dollar auf der russischen Börse Garantex – stieg die Nachfrage nach Alternativen sprunghaft an.

Elliptic berichtet, dass inzwischen über 14.000 Wallets A7A5 halten. Die Transaktionen mit dem Token haben bereits ein Volumen von über 41 Milliarden US-Dollar erreicht. Die meisten davon erfolgen zwischen A7A5 und dem Rubel, während 39 % Tauschgeschäfte mit Tether (USDT) betreffen.

Auf großen Börsen handelbar

A7A5 kann sowohl auf zentralisierten als auch dezentralen Plattformen gehandelt werden, darunter Uniswap, Curve, Bitpapa, Grinex und Meer. Over-the-Counter-Schalter ermöglichen zudem direkte Konvertierungen.

Das gesamte Handelsvolumen hat 8,5 Milliarden US-Dollar überschritten – der Großteil entfällt auf Rubel-basierte Handelspaare.

Elliptic erklärt, dass die zunehmende Liquidität und Nutzbarkeit des Tokens ihn zu einem immer verlässlicheren Werkzeug für Russen macht, die Gelder grenzüberschreitend und unbemerkt transferieren wollen.

Wer steckt hinter A7A5?

Herausgegeben wurde der Stablecoin von A7 LLC, einem Unternehmen, das sowohl von der EU als auch vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurde. Laut Elliptic wird A7 LLC von der Promsvyazbank (PSB) unterstützt – einer russischen, staatlichen Verteidigungsbank – sowie von Ilan Shor, einem wegen Betrugs verurteilten Geschäftsmann, der eine zentrale Rolle beim berüchtigten moldawischen Bankenbetrug von 1 Milliarde US-Dollar im Jahr 2014 spielte.

Shor wurde zudem für die Manipulation moldawischer Wahlen im Sinne prorussischer Interessen sanktioniert, während die PSB 2024 unter anderem wegen Stimmenkaufs und Sanktionsumgehung in die Kritik geriet.

Fazit

Der kometenhafte Aufstieg des A7A5-Stablecoins zeigt, wie sanktionierte Akteure weiterhin Blockchain-Netzwerke nutzen, um das traditionelle Finanzsystem zu umgehen. Mit täglichen Transaktionen in Milliardenhöhe und der Beteiligung staatlicher russischer Institutionen könnten Regulierungsbehörden bald gezwungen sein, einen genaueren Blick auf heimische Stablecoins zu werfen, die zur Umgehung internationaler Beschränkungen beitragen.


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