Meta verstärkt seine Bemühungen, Kinder auf Instagram zu schützen, mit einer neuen Runde von Kinderschutzfunktionen. Das Update richtet sich gezielt an von Erwachsenen verwaltete Konten, die Inhalte mit Kindern veröffentlichen, um Ausbeutung zu verhindern und die Sicherheit auf der Plattform zu erhöhen.

Erwachsenengeführte Konten im Fokus

Obwohl Instagram Kindern unter 13 Jahren die Erstellung eigener Konten verbietet, erlaubt die Plattform Erwachsenen – etwa Eltern oder Talentmanager*innen – die Verwaltung von Profilen, wenn dies im Profil klar angegeben ist.

Solche Konten fördern oft junge Influencer oder Kinderdarsteller. Auch wenn viele verantwortungsvoll genutzt werden, warnt Meta davor, dass einige Erwachsene diese Profile missbrauchen, um sexualisierte Kommentare zu hinterlassen oder explizite Bilder per Direktnachricht anzufordern.

Daher übernimmt Meta nun mehrere Schutzmechanismen, die bisher für Teenager galten, auch für diese erwachsenengeführten Kinderkonten.

Was ändert sich?

Neue Schutzmaßnahmen für von Erwachsenen verwaltete Kinderkonten umfassen:

  • Strengste Einstellungen für Direktnachrichten, um unerwünschte Nachrichten zu blockieren
  • „Versteckte Wörter“-Funktion zum Herausfiltern beleidigender Kommentare
  • Herabstufung von Inhalten, damit sie nicht verdächtigen Erwachsenen empfohlen werden
  • Automatisches Verbergen von Kommentaren verdächtiger Nutzer*innen

Laut Meta sollen diese Funktionen die Sichtbarkeit für Pädokriminelle minimieren, ohne legitime Follower zu verlieren.

Weitere Sicherheitsfunktionen in Direktnachrichten

Meta führt auch neue Transparenzfunktionen für Direktnachrichten bei Teenagern ein:

  • Teenager können jetzt das Erstellungsdatum von Konten einsehen, die ihnen schreiben
  • Schnellzugriff auf Blockieren- und Melden-Buttons bei verdächtigem Verhalten
  • Sicherheitshinweise erinnern an Vorsicht in privaten Chats

Die beliebte Funktion zum Schutz vor Nacktbildern ist laut Meta inzwischen für fast 99 % aller Teenager standardmäßig aktiviert.

Erste Ergebnisse

Meta berichtet, dass bisher:

  • 135.000 Instagram-Konten entfernt wurden, weil sie sexualisierte Kommentare hinterließen oder explizite Bilder von kindzentrierten Profilen anforderten
  • 500.000 verknüpfte Facebook- und Instagram-Konten, die mit diesen Tätern in Verbindung stehen, ebenfalls gelöscht wurden

Allein im Juni blockierten Nutzer*innen 1 Million Konten, meldeten eine weitere Million und lösten so viele Sicherheitswarnungen aus wie nie zuvor.

Zudem führte die Plattform eine Standortwarnung ein, die Nutzer*innen informiert, wenn jemand möglicherweise falsche Angaben zum Herkunftsland macht – als Maßnahme gegen Sextortion-Betrug.

Fazit

Die neuen Kinderschutzfunktionen auf Instagram zeigen Metas verstärktes Engagement zum Schutz gefährdeter Nutzer*innen. Da selbst seriöse Kinderkonten ins Visier geraten, sind diese Werkzeuge ein wichtiger Schritt zu mehr Sicherheit auf der Plattform – insbesondere in von Erwachsenen verwalteten Bereichen.


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