Microsoft hat ein Problem mit Smart App Control behoben, das einige Windows-11-Nutzer daran hinderte, die Sicherheitsfunktion zu aktivieren. Das Problem trat nach dem Sicherheitsupdate KB5127648 vom Oktober 2026 auf und betraf Geräte mit Windows 11 Version 24H2 und neuer.
Update machte Sicherheitseinstellung unzugänglich
Auf betroffenen Computern wurde die Option zur Aktivierung der Funktion in Windows-Sicherheit ausgegraut angezeigt. Nutzer, die Smart App Control zuvor deaktiviert hatten, konnten die Funktion daher möglicherweise nicht erneut einschalten. Microsoft erklärte jedoch, dass Geräte mit bereits aktiviertem Schutz nicht betroffen seien und weiterhin geschützt blieben.
Smart App Control hilft dabei, potenziell schädliche Anwendungen und Binärdateien mithilfe der Codeintegritätstechnologie und der App-Intelligence-Dienste von Microsoft zu blockieren. Die Funktion arbeitet zusammen mit SmartScreen und Microsoft Defender als Teil der Windows-Sicherheitsmaßnahmen. Folglich beeinträchtigte der Fehler den Zugriff auf eine bestimmte Sicherheitseinstellung, anstatt sämtliche Schutzfunktionen von Windows zu deaktivieren.
Microsoft bestätigte das Problem im Oktober und dokumentierte es im Sicherheitshinweis zu KB5127648. Anschließend bestätigte das Unternehmen, dass Updates vom 28. Oktober 2026 und später eine Korrektur enthalten. Dazu gehört auch das optionale Vorschauupdate KB5127936.
Smart-App-Control-Korrektur erscheint mit Vorschauupdate
Laut Microsoft behebt die Installation von KB5127936 das Aktivierungsproblem auf betroffenen Geräten. Das Unternehmen empfiehlt außerdem, das neueste verfügbare Sicherheitsupdate zu installieren, da kumulative Updates frühere Verbesserungen und Fehlerbehebungen enthalten. Dadurch können Nutzer die Korrektur auch über ein späteres, für ihr Gerät geeignetes Update erhalten.
Organisationen könnten es jedoch vorziehen, auf die kumulativen Updates zum Patch Tuesday im November zu warten, anstatt ein optionales Vorschauupdate zu installieren. Microsoft hat deshalb vorübergehende Lösungen für Administratoren bereitgestellt. Diese Alternativen ermöglichen es, die nicht verfügbare Einstellung wiederherzustellen, während IT-Teams ihre bestehenden Updatepläne einhalten können.
Die Korrektur betrifft ausdrücklich Geräte, auf denen sich die Funktion nach dem Oktober-Update nicht erneut aktivieren lässt. Nutzer, bei denen der Schutz weiterhin eingeschaltet blieb, sind dagegen nicht von demselben Aktivierungsproblem betroffen. Diese Unterscheidung begrenzt den Umfang des gemeldeten Fehlers.
Administratoren können vorübergehende Lösungen anwenden
Eine vorübergehende Lösung besteht darin, zwei Registrierungsbefehle über eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten auszuführen. Diese Befehle konfigurieren Überschreibungen für die Funktionsverwaltung auf dem betroffenen Computer. Anschließend müssen Administratoren das Gerät neu starten, bevor sie versuchen, den Schutz erneut zu aktivieren.
Microsoft stellte außerdem Gruppenrichtlinienpakete für Windows 11 in den Versionen 24H2, 25H2 und 26H2 bereit. Die Richtlinien aktivieren die Sicherheitsfunktion und ermöglichen eine Protokollierung zur Fehlerbehebung. Wie bei der Methode über die Registrierung ist auch nach diesen Änderungen ein Neustart erforderlich.
Nach der Installation der Pakete müssen Administratoren die entsprechenden Einstellungen unter Computerkonfiguration und Administrative Vorlagen aufrufen. Anschließend müssen sie diese Richtlinien auf Aktiviert setzen. Die bloße Installation der Pakete reicht daher nicht aus, um die Konfiguration abzuschließen.
Vorschauupdate behebt auch Verbindungsprobleme
Das Vorschauupdate KB5127936 enthält Korrekturen für weitere Probleme, die durch kürzlich veröffentlichte Windows-Updates entstanden sind. Dazu gehören Fehler bei Remote Desktop, die auftreten, wenn die Sicherheitsfunktion Administrator protection aktiviert ist. Darüber hinaus behebt das Update Probleme mit Always On VPN, die mit den kumulativen Updates vom September 2026 zusammenhängen.
Zusammen betreffen diese Korrekturen sowohl die Sicherheitskonfiguration als auch Remoteverbindungen. Für betroffene Organisationen bietet das Vorschauupdate eine Möglichkeit, die Fehlerbehebungen früher zu erhalten. Alternativ können Administratoren die vorübergehende Lösung für Smart App Control verwenden, während sie auf das nächste kumulative Sicherheitsupdate warten.


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