Microsoft hat Notfall-Updates für Windows veröffentlicht, um Ausfälle bei Remote Desktop Services zu beheben, die durch die Sicherheitsupdates vom September 2026 verursacht wurden. Die außerplanmäßigen Updates beheben außerdem einige Probleme mit Hyper-V und USB-Audio.
Auf betroffenen Systemen kam es zu fehlgeschlagenen Remote-Desktop-Verbindungen, Anmeldefehlern und nicht mehr reagierenden Servern. Die neuen Updates beheben jedoch nicht alle gemeldeten Audioprobleme.
September-Updates stören Remote Desktop
Die Probleme begannen, nachdem Microsoft seine Sicherheitsupdates für September 2026 veröffentlicht hatte. Administratoren meldeten kurz darauf weitverbreitete Instabilität bei Remote Desktop Services.
Einige Nutzer konnten keine Verbindungen über das Remote Desktop Protocol herstellen. Andere erhielten Anmeldefehler, wenn sie versuchten, auf betroffene Computer und Server zuzugreifen.
In schwerwiegenderen Fällen reagierten ganze Server nicht mehr. Das Problem betraf außerdem mehrere zugehörige Windows-Komponenten und Verwaltungstools.
Microsoft Management Console, RDS Licensing Diagnoser und File Explorer konnten nicht mehr reagieren. Darüber hinaus traten bei einigen Nutzern Probleme mit der Einstellungsseite von Windows Update auf.
Microsoft bestätigte die Ausfälle und bot zunächst vorübergehende Abhilfemaßnahmen über Group Policy an. Diese Maßnahmen sorgten vorübergehend für Abhilfe, während das Unternehmen eine dauerhafte Lösung vorbereitete.
Einige Administratoren stellten die Remote-Desktop-Funktionalität auch wieder her, indem sie die September-Updates deinstallierten. Durch das Entfernen dieser Updates wurden jedoch auch deren Sicherheitskorrekturen entfernt. Daher konnte diese Option Systeme bereits behobenen Schwachstellen aussetzen.
Microsoft veröffentlicht Notfall-Updates
Microsoft veröffentlichte am 14. September mehrere außerplanmäßige Updates. Die Notfall-Updates für Windows decken unterstützte Versionen von Windows 10, Windows 11 und Windows Server ab.
Windows 10 Version 21H2 und 22H2 erhalten KB5129236. Gleichzeitig veröffentlichte Microsoft KB5129195 für Windows 11 Version 24H2 und 25H2.
Geräte mit Windows 11 Version 26H1 erhalten KB5129194. Microsoft veröffentlichte außerdem separate Pakete für drei Windows-Server-Versionen.
Windows Server 2019 erhält KB5129238, während Windows Server 2022 KB5129237 erhält. Das Update für Windows Server 2025 ist KB5129235.
Die Server-Updates beheben RDS-Ausfälle, die durch KB5122882 unter Windows Server 2022 verursacht wurden. Sie beheben außerdem Probleme im Zusammenhang mit KB5122871 unter Windows Server 2025.
Verfügbarkeit der Updates variiert je nach Version
Nutzer von Windows 11 26H1 können KB5129194 über Windows Update erhalten. Microsoft verteilt das Update außerdem über Windows Update for Business und den Microsoft Update Catalog.
Administratoren können das Paket auch über Windows Server Update Services beziehen.
Die außerplanmäßigen Updates für Windows Server 2019, 2022 und 2025 sind jedoch über den Microsoft Update Catalog verfügbar. Administratoren müssen diese Pakete möglicherweise manuell herunterladen und bereitstellen.
Microsoft veröffentlichte außerdem KB5129195 für Windows 11 24H2 und 25H2. Zusätzlich behebt KB5129236 Probleme auf betroffenen Systemen mit Windows 10 21H2 und 22H2.
Unternehmen sollten die Updates testen, bevor sie diese umfassend bereitstellen. Dieser Ansatz kann dabei helfen, Konflikte mit Geschäftsanwendungen oder benutzerdefinierten Konfigurationen zu erkennen.
Hyper-V-Freigabeordner erhalten Fehlerbehebung
Die Notfall-Updates für Windows 11 beheben außerdem ein Hyper-V-Problem. Der Fehler betraf Anwendungen, die auf virtuelle Maschinen angewiesen sind, die über Host Compute Service verwaltet werden.
Einige Anwendungen verwenden Plan9, um Ordner zwischen einem Windows-Host und einer virtuellen Linux-Maschine freizugeben. Nach den September-Updates konnten diese freigegebenen Ordner aus der Gastumgebung verschwinden.
In anderen Fällen blieben die Ordner sichtbar, waren jedoch nicht mehr zugänglich. Dadurch konnten Anwendungen Dateien nicht mehr korrekt zwischen dem Host und der virtuellen Maschine austauschen.
Die neuen außerplanmäßigen Updates stellen den Zugriff auf diese freigegebenen Speicherorte wieder her.
Updates beheben einige USB-Audioprobleme
Microsoft hat außerdem eine Fehlerbehebung für bestimmte USB-Audioausfälle integriert. Das Problem betrifft einige Geräte, die den Standard USB Audio Class 1.0 verwenden.
Betroffene Geräte funktionierten im gewöhnlichen Zweikanal-Stereomodus in der Regel weiterhin. Sie konnten jedoch ausfallen, wenn Nutzer zu Mehrkanalkonfigurationen wechselten.
Zu diesen Konfigurationen gehören Achtkanal-Audio und einige 3D-Audiomodi. Die Notfall-Updates beheben diesen Teil des Problems.
Separate Probleme mit USB Audio Class 1.0 bleiben jedoch ungelöst. Einige Geräte können nach der Installation des Sicherheitsupdates vom 8. September weiterhin nicht gestartet werden.
Der Device Manager kann bei betroffener Hardware einen Code-10-Fehler anzeigen. Nutzer können außerdem keinen Ton hören, eingefrorene Lautstärkeregler oder nicht verfügbare Audioeinstellungen feststellen.
In einigen Fällen bleiben die Lautstärkeregler bei null und reagieren nicht. Microsoft erklärt, dass das verbleibende Problem ausschließlich Geräte mit USB Audio Class 1.0 betrifft.
Das Unternehmen arbeitet weiterhin an einer zusätzlichen Fehlerbehebung. Bis dahin kann das Umschalten betroffener Hardware auf den standardmäßigen Stereomodus in einigen Fällen die Audiowiedergabe wiederherstellen.


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