Der Datenverstoß bei Novocure legte Daten offen, die mit mehr als 1.400 Krebspatienten in den USA verknüpft sind, nachdem Angreifer Mitte August Zugriff auf Teile der Systeme des Unternehmens erhalten hatten.

Novocure teilte mit, dass die meisten betroffenen Patientendatensätze Identifikationsnummern, jedoch keine Namen oder andere direkte personenbezogene Daten enthielten. Das Unternehmen stellte außerdem fest, dass Angreifer Kontaktinformationen von Mitarbeitenden abgerufen hatten.

Angreifer griffen auf Patienten- und Mitarbeiterdaten zu

Novocure, ein Onkologieunternehmen, das für seine Tumor Treating Fields-Therapie bekannt ist, entdeckte Mitte August einen unbefugten Zugriff auf einige Informationssysteme.

Die Untersuchung des Unternehmens ergab, dass Angreifer auf Datensätze von mehr als 1.400 US-Patienten zugegriffen hatten. Diese Datensätze enthielten Patienten-ID-Nummern, jedoch nach Angaben von Novocure keine Namen oder andere identifizierende Informationen.

Bei weniger als 50 Patienten im Westen der USA griffen die Angreifer auch auf identifizierende Daten und allgemeine Kontaktdaten von Gesundheitsdienstleistern zu.

Der Datenverstoß bei Novocure legte zudem Kontaktdaten einer nicht genannten Anzahl von Mitarbeitenden offen. Die Informationen umfassten Berufsbezeichnungen und Telefonnummern.

Geräte zur Krebsbehandlung bleiben unbeeinträchtigt

Novocure teilte mit, dass der Vorfall keines seiner medizinischen Behandlungsgeräte beeinträchtigt habe. Das Unternehmen fügte hinzu, dass der Betrieb normal weiterlaufe und alle Systeme vollständig funktionierten.

Das Unternehmen prüft seine rechtlichen und regulatorischen Benachrichtigungspflichten. Es erklärte, dass es betroffene Patienten und andere Parteien informieren werde, sofern dies erforderlich sei.

Novocure hat nicht offengelegt, wie die Angreifer Zugriff auf sein Netzwerk erhielten. Das Unternehmen hat auch nicht mitgeteilt, ob die Angreifer ein Lösegeld forderten.

Gesundheitssektor sieht sich weiteren Cyberangriffen gegenüber

Der Datenverstoß bei Novocure folgt auf mehrere jüngste Sicherheitsvorfälle im Gesundheitssektor.

Das Gesundheitssoftwareunternehmen Unlimited Technology Systems meldete kürzlich, dass ein Datenverstoß im Oktober 2025 mehr als 3,8 Millionen Menschen betraf. CareCloud teilte ebenfalls mit, dass ein Datenverstoß im März mehr als 3,7 Millionen Personen beeinträchtigte.

Unterdessen untersucht Nutex den Diebstahl von Daten von Unternehmensservern, während McKesson einen Cybersicherheitsvorfall bekannt gab, nachdem die Gruppe ShinyHunters behauptet hatte, Hunderte Millionen Patientendatensätze gestohlen zu haben.


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