Microsoft führt eine neue Meeting-Richtlinie für Teams ein, mit der Administratoren erkannte externe Bots automatisch daran hindern können, an Anrufen teilzunehmen.
Die neue Einstellung gibt Organisationen mehr Kontrolle über Drittanbieter-Teilnehmer in Meetings. Sie kann externe Bots stoppen, bevor sie einem Meeting beitreten, sodass Organisatoren sie nicht mehr einzeln genehmigen oder ablehnen müssen.
Microsoft erklärte, dass die Richtlinie im Rahmen einer gezielten Einführung ab August für Organisationen verfügbar sein wird. Die weltweite Verfügbarkeit wird bis Ende September erwartet.
Neue Richtlinie blockiert erkannte Bots automatisch
Die Blockierung externer Bots in Teams wird über die Meeting-Schutzeinstellungen Manage bots im Teams Admin Center verfügbar sein.
Die Funktion wird standardmäßig deaktiviert sein. Administratoren müssen sie aktivieren und die Richtlinie ausgewählten Nutzern oder Gruppen zuweisen, bevor sie wirksam wird.
Sobald die Richtlinie aktiv ist, blockiert sie automatisch erkannte externe Meeting-Bots in allen Meetings, für die die zugewiesene Regel gilt.
Externe Bots können legitime Aufgaben unterstützen, darunter Notizen, Transkriptionen und andere automatisierte Meeting-Funktionen. Sie können jedoch auch Datenschutz- und Sicherheitsbedenken hervorrufen, wenn Teilnehmer nicht wissen, dass ein nicht menschlicher Teilnehmer dem Meeting beigetreten ist.
Die neue Kontrolle soll dieses Risiko verringern, indem erkannte externe Bots bereits vor dem Beitritt gestoppt werden.
Funktion baut auf früheren Teams-Schutzmaßnahmen auf
Microsoft führte im Juni eine weitere Bot-bezogene Meeting-Richtlinie ein. Dieses frühere Update kennzeichnet erkannte Bots in der Teams-Lobby und erfordert die Genehmigung des Organisators, bevor sie beitreten können.
Die neueste Option verfolgt einen strengeren Ansatz. Anstatt auf eine Entscheidung des Organisators zu warten, kann Teams den Zutritt automatisch verweigern.
Dies kann für Organisationen nützlich sein, die keine externen Meeting-Bots zulassen oder deren Nutzung auf genehmigte interne Tools beschränken möchten.
Microsoft erklärte, dass Administratoren die Einstellung über die bestehende Verwaltung von Meeting-Richtlinien in Teams anwenden können. Dadurch können verschiedene Teams oder Gruppen unterschiedliche Schutzstufen erhalten.
Teams bleibt ein Ziel für Social Engineering
Die Einführung erfolgt zu einer Zeit, in der Angreifer Teams und andere Kommunikationsplattformen am Arbeitsplatz zunehmend für Social-Engineering-Kampagnen nutzen.
Bedrohungsakteure haben sich in organisationsübergreifenden Chats als IT-Support- oder Helpdesk-Mitarbeiter ausgegeben. Anschließend können sie versuchen, Mitarbeiter dazu zu bringen, Fernzugriff zu gewähren oder Zugangsdaten preiszugeben.
Microsoft hat bereits zuvor Kontrollfunktionen eingeführt, mit denen Administratoren externe Teams-Nutzer über das Defender-Portal blockieren können. Diese Funktionen sollen die Gefährdung durch bösartige Kontakte und unbefugte Aktivitäten reduzieren.
Meeting-Bots können einen weiteren Weg für unerwünschten Zugriff schaffen. Eine bösartige oder nicht genehmigte App könnte potenziell einem Anruf beitreten, ohne dass alle Teilnehmer ihre Anwesenheit bemerken.
Weitere Bot-Kontrollen sind geplant
Microsoft hat außerdem Pläne für zusätzliche Administratorkontrollen für Teams-Bots angekündigt.
Dazu könnten Richtlinien gehören, die externe Bots vollständig blockieren, sowie Zulassungslisten für genehmigte Bots, Berichte über erkannte Bots und Audit-Protokolle. Das Unternehmen plant außerdem, detailliertere Einstellungen für Organisationen mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen einzuführen.
Vorerst bietet die Blockierung externer Bots in Teams Administratoren eine direkte Möglichkeit, erkannte Drittanbieter-Bots daran zu hindern, ausgewählten Meetings beizutreten.


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