Gemeinnützige Organisationen berichten, dass sie den Zugriff auf OneDrive-Dateien verloren haben, nachdem Microsoft einige kostenlose Förderlizenzen für Microsoft 365 und Office 365 eingestellt hatte. Dieser Datenverlust bei OneDrive hat Berichten zufolge dazu geführt, dass einigen Organisationen wichtige Unterlagen und die für ihre tägliche Arbeit benötigten Tools fehlen.
Änderungen am Förderprogramm lassen gemeinnützige Organisationen ohne Dateien zurück
Microsoft stellte die kostenlosen Förderlizenzen für Microsoft 365 Business Premium und Office 365 E1 im Juni 2026 ein. Das Unternehmen bietet berechtigten gemeinnützigen Organisationen weiterhin kostenlose Microsoft 365 Business Basic-Lizenzen an, während andere Tarife zu vergünstigten Preisen verfügbar sind.
Einige Organisationen geben jedoch an, nicht erkannt zu haben, dass ihre bestehenden Lizenzen auslaufen würden oder ein Wechsel zu einem anderen Tarif erforderlich war. Infolgedessen verloren sie den Zugriff auf Dienste und in OneDrive gespeicherte Dateien.
Microsoft erklärte, gemeinnützige Kunden und Partner darauf hingewiesen zu haben, vor ihrem Verlängerungsdatum zu einem anderen berechtigten Microsoft 365-Angebot zu wechseln. Nach Angaben des Unternehmens sollte dies Unterbrechungen und Datenverluste verhindern.
Canopy zufolge verschwanden OneDrive-Dateien vorzeitig
Canopy, ein Venture-Unternehmen, das naturorientierte Start-ups unterstützt, erklärte, Microsoft habe bestätigt, dass die Organisation bis zum 4. Oktober 2026 Zugriff auf ihre Lizenz behalten würde.
Der Mitgründer der Organisation sagte jedoch, er habe sich am 11. Juni angemeldet und festgestellt, dass die von Microsoft gehosteten Dateien verschwunden waren. Zunächst wurde ihm mitgeteilt, dass eine Wiederherstellung möglich sei. Später wurde er jedoch darüber informiert, dass die Dateien dauerhaft gelöscht worden seien.
Der gemeldete Datenverlust bei OneDrive umfasste Unterlagen, die für den Betrieb der Organisation von entscheidender Bedeutung waren.
Berichte deuten darauf hin, dass Tausende Organisationen betroffen sein könnten
Ein Microsoft-Vertreter soll Canopy mitgeteilt haben, dass rund 171.000 kleine Nichtregierungsorganisationen Dateien aus ihren OneDrive-Konten verloren hätten. Microsoft hat diese Zahl nicht öffentlich bestätigt.
Eine weitere gemeinnützige Organisation soll rund 500 GB an Daten sowie den Zugriff auf zwei Anwendungen verloren haben. Die Organisation erklärte, sie habe keine Benachrichtigung darüber erhalten, dass ihre Lizenz auslaufen würde.
Andere Organisationen gaben an, zuvor eine Warnung erhalten und ihre Daten verschoben zu haben, bevor der Zugriff endete. Einige Administratoren gemeinnütziger Organisationen erklärten jedoch, dass Microsoft-E-Mails in Spam-Ordnern gelandet seien, sodass sie die Warnungen nicht rechtzeitig gesehen hätten.
Die Berichte zeigen, wie schwerwiegend sich Datenverluste bei OneDrive auf kleinere Organisationen auswirken können, die auf gespendete Cloud-Dienste angewiesen sind. Sie unterstreichen außerdem, wie wichtig unabhängige Sicherungskopien wichtiger Dateien sind.


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