Das Datenleck bei CEVA Logistics hat persönliche Daten und Beschäftigungsinformationen aktueller und ehemaliger Mitarbeiter offengelegt, wie das Unternehmen bestätigt hat. Der Vorfall hatte bereits mehrere Geschäftspartner des Logistikkonzerns und deren Kunden betroffen.

CEVA zufolge unterscheiden sich die kompromittierten Daten von Person zu Person. Die verfügbaren Informationen deuten jedoch darauf hin, dass die Angreifer auf eine breite Palette hochsensibler Mitarbeiterdaten zugreifen konnten.

Mitarbeiterakten enthielten persönliche und finanzielle Daten

In einer internen Mitteilung an aktuelle und ehemalige Mitarbeiter erklärte CEVA, dass Angreifer persönliche und arbeitsbezogene Daten aus den Systemen des Unternehmens kopiert hätten.

Zu den offengelegten Informationen können Namen, Geburtsdaten, Familienstand, Privatadressen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern gehören. In einigen Fällen enthielten die Unterlagen auch US-amerikanische Sozialversicherungsnummern und Kopien von Ausweisdokumenten.

Darüber hinaus können die kompromittierten Dateien Bankverbindungen, Gehaltsinformationen, Rentendaten und Abwesenheitsaufzeichnungen enthalten. CEVA nannte außerdem Kontaktdaten für Notfälle, Informationen über Partner und Kinder sowie Notizen aus individuellen Mitarbeitergesprächen als möglicherweise offengelegte Datenkategorien.

Das Unternehmen soll auf den betroffenen Systemen sogar die Schuhgrößen seiner Mitarbeiter gespeichert haben.

Nicht bei allen Mitarbeitern wurden dieselben Daten offengelegt

CEVA betonte, dass das Datenleck nicht bei jedem aktuellen oder ehemaligen Mitarbeiter sämtliche Datenkategorien offengelegt habe. Stattdessen variiert das Ausmaß der Offenlegung von Person zu Person, abhängig davon, welche Informationen in den Unterlagen des Unternehmens gespeichert waren.

Das Unternehmen hat nicht bekannt gegeben, wie viele Personen von dem Vorfall betroffen sind. Außerdem bleibt unklar, wie viele Informationen die Angreifer aus den Systemen von CEVA entwendet haben.

Berichten zufolge kompromittierten die Angreifer während des Vorfalls mehrere Benutzerkonten. CEVA hat diese Konten inzwischen deaktiviert.

Untersuchung des Datenlecks bei CEVA Logistics dauert an

CEVA meldete den Vorfall der niederländischen Datenschutzbehörde und erklärte, dass externe Cybersicherheitsexperten bei der Untersuchung helfen.

Das Datenleck erregte erstmals öffentliche Aufmerksamkeit, nachdem mehrere Organisationen davor gewarnt hatten, dass Kundendaten über die Aktivitäten von CEVA betroffen sein könnten. Zu den genannten Organisationen gehören die niederländischen Einzelhändler De Bijenkorf und bol, der Fußballverein Ajax, ING, Ace & Tate, Valve und das Pokémon Center.

CEVA Logistics bietet weltweit Frachtmanagement- und Kontraktlogistikdienstleistungen an. Das Unternehmen verfügt über mehr als 1.300 Standorte und beschäftigt über 110.000 Mitarbeiter.

Während die Untersuchung andauert, sollten betroffene aktuelle und ehemalige Mitarbeiter auf Phishing-Versuche, verdächtige Kontoaktivitäten und andere Anzeichen dafür achten, dass Kriminelle ihre persönlichen Daten missbrauchen könnten.


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