Ein Datenleck an der Sogang University hat persönliche Informationen von fast 180.000 Studierenden, Alumni und Mitarbeitern offengelegt. Die Universität in Seoul erklärte, dass unbekannte Angreifer aus dem Ausland auf ihre Systeme zugegriffen und Daten im Zusammenhang mit ihrem zentralen Anmeldedienst gestohlen hätten.
Zu den kompromittierten Informationen gehören Namen, Benutzer-ID-Nummern, Universitätszugehörigkeiten, E-Mail-Adressen, Mobiltelefonnummern und verschlüsselte Anmeldepasswörter.
Die Sogang University erklärte, dass nationale Identifikationsnummern, Finanzkontonummern und andere besonders sensible Daten nicht betroffen seien. Die offengelegten Informationen könnten jedoch weiterhin für Phishing, Identitätsbetrug und andere gezielte Betrugsversuche genutzt werden.
Angriff begann drei Tage vor seiner Entdeckung
Nach Angaben der Universität begann der Angriff am 11. August 2026. Das Datenleck wurde am 14. August entdeckt.
Nach der Entdeckung des Vorfalls blockierte die Sogang University die schädliche IP-Adresse, beschränkte den Zugriff auf den betroffenen Dienst und isolierte ihr Netzwerk. Die Universität erklärte, dass sie Sofortmaßnahmen abgeschlossen und mit der Überprüfung interner Server auf weitere Schwachstellen begonnen habe.
Darüber hinaus arbeitet die Universität mit externen Sicherheitsspezialisten zusammen, um die Überwachung zu verbessern und zusätzliche Schutzmaßnahmen einzuführen.
Die Universität hat Entschuldigungsschreiben an betroffene Studierende und Mitarbeiter verschickt. Im weiteren Verlauf der Untersuchung will sie zusätzliche Hinweise bereitstellen.
Verschlüsselte Passwörter unter den gestohlenen Daten
Das Datenleck an der Sogang University betraf verschlüsselte Passwörter, die für das zentrale Anmeldesystem der Universität verwendet wurden. Die Universität forderte alle aktuellen und ehemaligen Nutzer dazu auf, ihre Passwörter so schnell wie möglich zu ändern.
Personen, die dasselbe Passwort auch auf anderen Websites verwendet haben, sollten diese Konten ebenfalls aktualisieren. Angreifer könnten versuchen, gestohlene Passwort-Hashes zu knacken oder die offengelegten Kontaktdaten für Phishing-Kampagnen zu nutzen.
Betroffene sollten bei unerwarteten Telefonanrufen, E-Mails und SMS vorsichtig sein. Betrüger könnten vorgeben, die Universität, eine Bank oder eine andere vertrauenswürdige Organisation zu vertreten, um ihre Nachrichten glaubwürdig erscheinen zu lassen.
Ehemalige Präsidentin Park Geun-hye möglicherweise betroffen
Der Vorfall könnte auch Personen betreffen, die die Universität bereits vor vielen Jahren verlassen haben. Lokalen Berichten zufolge gehört möglicherweise auch die ehemalige südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye zu den Personen, deren Daten offengelegt wurden.
Park begann 1970 ihr Studium im Bereich Elektrotechnik an der Sogang University. Berichten zufolge zeigte der Überprüfungsdienst der Universität für das Datenleck eine Meldung über offengelegte persönliche Informationen an, nachdem ihr Name und ihre Studierenden-ID eingegeben worden waren.
Dass ihre Daten betroffen sein könnten, verdeutlicht das langfristige Risiko von Datenlecks an Universitäten. Daten von Alumni können für Kriminelle auch nach vielen Jahren wertvoll bleiben, da sie Kontaktinformationen und institutionelle Verbindungen enthalten, die Phishing-Versuche glaubwürdiger erscheinen lassen.
Universität verspricht stärkere Sicherheitsmaßnahmen
Die Sogang University erklärte, dass sie den Vorfall ernst nehme und ihre Systeme grundlegend überprüfen werde. Die Universität plant, ihre Sicherheitskontrollen zu verstärken, um ähnliche Datenlecks künftig zu verhindern.
Die unmittelbare Reaktion konzentrierte sich darauf, den Angriff einzudämmen und den betroffenen Dienst zu schützen. Eine umfassendere Überprüfung soll nun feststellen, ob weitere Schwachstellen in den Systemen der Universität bestehen.
Fazit
Das Datenleck an der Sogang University legte anmeldebezogene Informationen von fast 180.000 Personen offen, darunter ehemalige Studierende und Mitarbeiter. Alle Betroffenen sollten ihr Passwort ändern und auf Phishing-Versuche achten, bei denen gestohlene Universitätsdaten verwendet werden.


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