KI-gestützte Bots, die sich als Frauen ausgeben, nehmen Gamer und Social-Media-Nutzer mit Schmeicheleien, gefälschten Gesprächen und Werbung für OnlyFans ins Visier.
Forscher zufolge können die Kampagnen Nutzer zu echten Abonnementkonten, Betrugsversuchen durch Identitätsvortäuschung oder Websites führen, die Zugangsdaten stehlen. Die Nachrichten beginnen häufig in Spielen oder auf sozialen Plattformen, bevor das Gespräch zu Discord verlagert wird.
OnlyFans-Betrugsbots verschicken nicht immer sofort einen schädlichen Link. Stattdessen bauen sie Vertrauen auf und versuchen, ihr Angebot persönlich wirken zu lassen.
Bots nehmen Spieler nach Online-Matches ins Visier
Malwarebytes berichtete, dass League-of-Legends-Spieler nach Matches Freundschaftsanfragen von vermeintlichen Gegnern erhalten haben.
Die Konten geben sich als junge Frauen aus und beginnen mit schmeichelnden Nachrichten. Sie können die Fähigkeiten eines Spielers loben und darum bitten, das Gespräch auf Discord fortzusetzen.
Sobald der Chat die Spieleplattform verlässt, werden die Nachrichten flirtender. Anschließend kann der Bot über einen direkten Link für ein OnlyFans-Konto werben.
Mehrere Spieler berichteten, dieselben Bilder und Nachrichten erhalten zu haben. Rückwärtssuchen nach Bildern fanden diese Fotos außerdem auf nicht damit verbundenen Websites.
Dies deutet darauf hin, dass die Konten Teil einer automatisierten Kampagne sind. Es scheint sich nicht um eine Reihe echter persönlicher Einzelgespräche zu handeln.
Auch echte Konten können irreführende Methoden einsetzen
Einige Kampagnen können echte OnlyFans-Konten bewerben. Die Person im Chat muss jedoch nicht die Person sein, die auf dem Konto zu sehen ist.
Forscher warnen davor, dass bezahlte Chat-Mitarbeiter, vorgefertigte Antworten und KI-Systeme diese Gespräche führen können. Dabei können gemeinsame Nachrichtenvorlagen und wiederverwendete Bildsammlungen zum Einsatz kommen.
Das Ziel besteht häufig darin, aus einem freundlichen Gespräch ein Abonnement oder Trinkgeld zu machen. Dieses Geschäftsmodell kann groß angelegte Bot-Kampagnen profitabel machen.
Das Risiko geht jedoch über unerwünschte Werbung hinaus. Ein gefälschtes Konto kann später einen schädlichen Link verschicken oder versuchen, Zugangsdaten zu stehlen.
Kontodiebstahl und Identitätsbetrug bleiben Risiken
Einige dieser Betrugsversuche führen zu Versuchen, Konten zu übernehmen. Der Angreifer kann eine gefälschte Anmeldeseite für Discord, eine Spieleplattform oder soziale Medien verschicken.
Andere Kriminelle geben sich als Online-Creator aus, um Fans Geld zu stehlen. Sie können gestohlene Bilder wiederverwenden, gefälschte Social-Media-Konten erstellen und synthetische Stimmen einsetzen, um glaubwürdiger zu wirken.
Nutzer sollten misstrauisch werden, wenn ein unbekannter Kontakt ein Gespräch schnell auf eine andere Plattform verlagern möchte. Unerwarteter Druck, ein Abonnement abzuschließen, Geld zu senden oder sich an anderer Stelle anzumelden, ist ein weiteres Warnsignal.
Ein authentisch wirkendes Profil garantiert nicht, dass die Person dahinter echt ist.
Bots widerstehen gängigen Versuchen, sie zu entlarven
Malwarebytes versuchte, die Anweisungen eines Bots mithilfe von Prompt Injection offenzulegen. Der Bot blieb in seiner Rolle und setzte sein Verkaufsgespräch fort.
Den Forschern zufolge könnte dies bedeuten, dass die Betreiber Schutzmechanismen einsetzen. Es könnte auch auf einen einfacheren skriptbasierten Ablauf mit einigen KI-generierten Nachrichten hindeuten.
Für die Zielpersonen ist das Ergebnis dasselbe. Die Konten können überzeugend genug wirken, um ein Gespräch aufrechtzuerhalten und Nutzer zu einem kommerziellen oder schädlichen Ziel zu führen.
So schützen Sie sich vor OnlyFans-Betrugsbots
Behandeln Sie unerwartete Freundschaftsanfragen von unbekannten Konten mit Vorsicht. Dies ist besonders nach Online-Matches oder auf öffentlichen sozialen Plattformen wichtig.
Verlagern Sie private Chats nicht zu schnell auf eine andere Plattform. Geben Sie keine persönlichen Informationen weiter, senden Sie kein Geld und geben Sie keine Zugangsdaten über Links ein, die Ihnen Fremde schicken.
Spieler können außerdem Datenschutzeinstellungen verwenden, die einschränken, was andere über ihre Gaming-Profile erfahren können. Auf Riot-Plattformen kann der Streamer-Modus bestimmte Spielerinformationen vor Außenstehenden verbergen.
Melden Sie verdächtige Konten schließlich der jeweiligen Plattform. Das Blockieren und Melden verdächtiger Profile kann dazu beitragen, die Reichweite von OnlyFans-Betrugsbots zu verringern.


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