Valve informiert europäische Steam-Hardware-Kunden über ein Datenleck bei seinem Versandpartner CEVA Logistics.
Durch das Datenleck wurden kundenbezogene Lieferdaten offengelegt. Steam-Passwörter, Zahlungskartendaten oder Steam-Guard-Codes waren jedoch nicht betroffen.
Das Datenleck im Zusammenhang mit Valve könnte Kriminellen dennoch dabei helfen, überzeugende Phishing-Betrugsversuche zu erstellen. Betroffene Kunden sollten bei unerwarteten Nachrichten zu Lieferungen vorsichtig sein.
Angriff traf Steams Versandpartner
CEVA Logistics versendet Steam-Hardwarebestellungen an Kunden in ganz Europa. Laut Valve hatten Angreifer zwischen dem 29. Juli und dem 1. August Zugriff auf Systeme von CEVA.
Valve erfuhr am 7. August von dem Datenleck. Das Unternehmen hat damit begonnen, möglicherweise betroffene Kunden zu benachrichtigen.
CEVA erhält von Steam begrenzte Bestellinformationen, um Lieferungen abzuwickeln. Diese Informationen werden bis zu 90 Tage nach einer Bestellung gespeichert.
Das Unternehmen gehört zur CMA CGM Group. Es betreibt rund 1.000 Lagerhäuser und wickelte im vergangenen Jahr 15 Millionen Sendungen ab.
Lieferdaten von Kunden wurden offengelegt
Die gestohlenen Daten können Namen, Postanschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen umfassen. Sie können außerdem Angaben zur Art und zum Preis der bestellten Steam-Hardware enthalten.
Valve erklärte, dass CEVA keinen Zugriff auf Zahlungsinformationen oder Passwörter von Steam-Konten hat. Das Unternehmen kann außerdem nicht auf Steam-Guard-Codes oder andere sensible Kontodaten zugreifen.
Betroffene Kunden müssen ihre Steam-Passwörter daher nicht zurücksetzen. Sie müssen aufgrund dieses Vorfalls allein auch keine Änderungen an ihren Kontoeinstellungen vornehmen.
Das Datenleck im Zusammenhang mit Valve birgt jedoch weiterhin ein Phishing-Risiko. Gestohlene Bestelldetails können betrügerische Nachrichten glaubwürdiger erscheinen lassen.
Valve warnt vor Phishing-Nachrichten
Valve warnte, dass Kunden gefälschte E-Mails, SMS oder Anrufe erhalten könnten. Die Nachrichten können vorgeben, von Steam, Valve oder einem Lieferunternehmen zu stammen.
Betrüger können eine Adresse oder ein Bestelldetail nennen, um glaubwürdig zu wirken. Sie können Kunden außerdem auffordern, eine Lieferung zu bestätigen oder eine geringe Gebühr zu bezahlen.
Andere Nachrichten können Kunden auf eine gefälschte Anmeldeseite weiterleiten. Laut Valve sollten Kunden solche Aufforderungen als verdächtig betrachten.
Nutzer sollten unerwartete Links und Zahlungsaufforderungen meiden. Außerdem sollten sie keine Zugangsdaten per E-Mail, SMS oder Telefon weitergeben.
CEVA isoliert betroffene Systeme
CEVA hat die betroffenen Systeme isoliert und vom Netz genommen. Das Unternehmen hat außerdem externe Ermittler hinzugezogen.
Valve erklärte, weitere Informationen über den Angriff einzuholen. Zudem benachrichtigt das Unternehmen die Datenschutzbehörden in den betroffenen Ländern.
Der Vorfall folgt auf einen separaten Cyberangriff, den CEVA am 1. August öffentlich machte. Dieser frühere Angriff beeinträchtigte den Betrieb von acht europäischen Lagerhäusern.
Das Datenleck im Zusammenhang mit Valve verdeutlicht die Sicherheitsrisiken in der Lieferkette. Auch ein Sicherheitsvorfall bei einem Lieferpartner kann Kundeninformationen offenlegen.


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