Origin Energy hat eine Datenpanne bestätigt, bei der Unbefugte auf Kundeninformationen zugegriffen haben.
Der australische Energieversorger untersucht derzeit, wie viele Menschen betroffen sind, und kontaktiert bestätigte Betroffene direkt. Origin Energy versorgt rund 4,8 Millionen Kunden mit Strom, Erdgas und Breitbanddiensten.
Kundendaten möglicherweise offengelegt
Origin erklärte, dass durch den Vorfall personenbezogene Daten von Kunden offengelegt worden sein könnten.
Zu den möglicherweise betroffenen Daten gehören:
- Vollständige Namen
- Wohnadressen
- Geburtsdaten
- Telefonnummern
- Kontoinformationen
- Die letzten vier Ziffern von Zahlungskarten
- Die letzten drei Ziffern von Bankkontonummern
Das Unternehmen betonte, dass die offengelegten Finanzinformationen unvollständig seien. Nach Angaben von Origin reichen diese Teilinformationen allein nicht aus, um Kundenkonten zu übernehmen oder unbefugte Bankabbuchungen vorzunehmen.
Geschäftsführer Frank Calabria entschuldigte sich bei den Kunden und erklärte, dass das Unternehmen Maßnahmen ergreife, um weiteren unbefugten Zugriff zu verhindern.
Origin informiert betroffene Kunden
Origin hatte zunächst mitgeteilt, einen möglichen Sicherheitsvorfall zu untersuchen. In einer späteren Aktualisierung bestätigte das Unternehmen die Datenpanne.
Das Unternehmen erklärte, dass betroffene Kunden individuell benachrichtigt werden und Unterstützung über ein spezielles Portal sowie weitere Hilfsangebote erhalten.
Der Vorfall wurde außerdem der Australian Federal Police, dem Australian Cyber Security Centre und dem Office of the Australian Information Commissioner gemeldet. Origin erklärte, während der laufenden Untersuchung weiterhin mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.
Origin Energy ist Australiens größter Energieversorger. Das Unternehmen ist an der Australian Securities Exchange notiert, erzielt einen Jahresumsatz von rund 8,5 Milliarden US-Dollar und hält eine Beteiligung von 20 Prozent am britischen Anbieter erneuerbarer Energien Octopus.
Bedrohungsakteur behauptet, Daten von zwei Millionen Kunden zu besitzen
Bevor Origin seine zweite Stellungnahme veröffentlichte, soll sich eine Person mit dem Namen „John Doe“ an lokale Medien gewandt und die Verantwortung für den Vorfall übernommen haben.
Der Bedrohungsakteur behauptete, im Besitz der personenbezogenen Daten von zwei Millionen Origin-Kunden zu sein. Außerdem erklärte die Person, Sicherheitsverantwortliche, den Kundensupport und Vorstandsmitglieder kontaktiert zu haben, ohne eine Antwort erhalten zu haben.
Berichten zufolge richtete die Person zudem eine Website ein und drohte damit, die gestohlenen Daten innerhalb von zwei Wochen zu veröffentlichen, falls Origin nicht über Signal Kontakt aufnehme, um Verhandlungen aufzunehmen.
Origin hat die Behauptung des Angreifers, Daten von zwei Millionen Kunden entwendet zu haben, bislang nicht bestätigt. Die Untersuchung dauert an.


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