Ein Cyberangriff auf das US-Heimatschutzministerium (DHS) wird derzeit untersucht, nachdem die Behörde einen Cybervorfall bestätigt hat, der eines ihrer Informationsaustauschnetzwerke betroffen hat.

Nach Angaben der Behörde richtete sich der Angriff gegen eine ältere, nicht klassifizierte Umgebung für den Informationsaustausch. Weitere Einzelheiten wurden jedoch nicht bekannt gegeben. Zudem haben die Verantwortlichen die Täter bislang nicht identifiziert.

DHS bestätigt Cybervorfall

Das DHS bestätigte den Cybervorfall in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung.

Die Behörde nannte weder die betroffene Plattform noch erklärte sie, wie sich die Angreifer Zugang verschaffen konnten. Darüber hinaus lehnten die Verantwortlichen weitere Nachfragen ab.

Laut GovExec betraf der Vorfall das Homeland Security Information Network (HSIN). Über diese Plattform tauschen Bundesbehörden sensible, aber nicht klassifizierte Informationen aus. Auch Behörden auf Bundesstaaten- und Kommunalebene, ausländische Strafverfolgungsbehörden sowie andere vertrauenswürdige Partner nutzen das Netzwerk.

Angriff könnte mehrere Wochen angedauert haben

GovExec beruft sich auf zwei mit dem Fall vertraute Personen. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Cyberangriff auf das DHS vermutlich zwischen Ende Mai und Anfang Juni.

Die Behörden haben diesen Zeitraum bislang nicht bestätigt. Ebenso ist unklar, ob die Angreifer auf Informationen zugreifen oder Daten entwenden konnten.

Die Ermittlungen dauern derzeit an.

Senator warnt vor Risiken für die nationale Sicherheit

Der Vorfall hat bereits die Aufmerksamkeit des US-Kongresses auf sich gezogen.

Senator Mark Warner, der ranghöchste Demokrat im Geheimdienstausschuss des Senats, warnte, dass das Netzwerk äußerst sensible Informationen enthält. Obwohl die Daten nicht als geheim eingestuft sind, könnte ihre Offenlegung nach seiner Einschätzung die nationale Sicherheit der USA gefährden.

Warner forderte sowohl das DHS als auch das Justizministerium auf, den Vorfall umfassend zu untersuchen. Außerdem verlangte er, die Verantwortlichen zu identifizieren und festzustellen, welche Informationen möglicherweise kompromittiert wurden.

Ermittlungen dauern an

Bislang haben die Behörden den Cyberangriff auf das DHS keiner bestimmten Bedrohungsgruppe oder einem Nationalstaat zugeordnet.

Ebenso hat das DHS nicht bestätigt, ob die Angreifer weiterhin Zugriff auf die betroffene Umgebung hatten. Darüber hinaus ist bislang nicht bekannt, ob der Vorfall vollständig eingedämmt werden konnte.

Bis die Ermittler weitere Informationen veröffentlichen, bleiben das vollständige Ausmaß des Angriffs und seine Auswirkungen auf die Partner der Behörde unklar.


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