Eine neue Welle von Cyberangriffen richtet sich gegen Websites, die veraltete WordPress-Plugins verwenden. Sicherheitsforscher warnen, dass Hacker bekannte Schwachstellen in GutenKit und Hunk Companion ausnutzen – zwei beliebte Plugins, die auf Tausenden von Websites immer noch ungepatcht sind.

Die groß angelegte Kampagne begann Anfang Oktober 2025, so Wordfence, das innerhalb von nur zwei Tagen über 8,7 Millionen Angriffsversuche registrierte. Obwohl Patches bereits seit 2024 verfügbar sind, verwenden viele Website-Betreiber weiterhin alte Versionen, wodurch ihre Installationen anfällig für Remote-Code-Ausführung bleiben.

Kritische Schwachstellen in Massenangriffen ausgenutzt

Die Massenangriffe auf veraltete WordPress-Plugins nutzen drei kritische Schwachstellen aus. GutenKit weist eine nicht authentifizierte REST-Endpunkt-Schwachstelle (CVE-2024-9234) auf, die etwa 40.000 aktive Websites betrifft. Hunk Companion enthält zwei Autorisierungsfehler (CVE-2024-9707 und CVE-2024-11972), die auf rund 8.000 Websites gefunden wurden.

Hacker nutzen diese Schwachstellen, um bösartige Plugins hochzuladen, neue Administrator-Konten zu erstellen oder dauerhafte Backdoors einzuschleusen. Sobald sie Zugriff haben, können sie die Website aus der Ferne steuern und für weitere Angriffe oder die Verbreitung von Malware einsetzen.

Warum veraltete Plugins ein großes Risiko darstellen

Obwohl die Entwickler aktualisierte Versionen – GutenKit 2.1.1 und Hunk Companion 1.9.0 – veröffentlicht haben, haben viele Administratoren ihre Systeme noch nicht aktualisiert. Angreifer verwenden inzwischen automatisierte Tools, um nach anfälligen Websites zu suchen, und nutzen veraltete Installationen in großem Umfang aus.

Forscher weisen außerdem darauf hin, dass viele Opfer Update-Benachrichtigungen ignorieren oder verlassene Websites betreiben, was ideale Bedingungen für Angriffe schafft. Da WordPress über 40 % des Internets betreibt, kann selbst ein kleiner Prozentsatz ungepatchter Seiten groß angelegte, koordinierte Angriffe ermöglichen.

Warnzeichen und Erkennung

Administratoren sollten ihre Zugriffprotokolle auf verdächtige REST-Endpunkt-Aktivitäten überprüfen, einschließlich:

/wp-json/gutenkit/v1/install-active-plugin  
/wp-json/hc/v1/themehunk-import  

Unbekannte Plugins, nicht autorisierte Administrator-Konten oder unerklärliche Datei-Uploads können auf eine Kompromittierung hinweisen. Sicherheitsexperten empfehlen in solchen Fällen eine sofortige Bereinigung und das Zurücksetzen aller Passwörter.

So schützen Sie Ihre WordPress-Website

Um sich zu schützen, sollten Website-Betreiber:

  • Alle Plugins und Themes auf die neueste Version aktualisieren.
  • Inaktive oder nicht unterstützte Plugins entfernen.
  • Automatische Updates für sicherheitsrelevante Komponenten aktivieren.
  • Web Application Firewalls einsetzen und Protokolle täglich überwachen.

Fazit

Die anhaltenden Massenangriffe auf veraltete WordPress-Plugins zeigen, wie gefährlich ungepatchte Software werden kann. Selbst kleine Nachlässigkeiten ermöglichen es Cyberkriminellen, Tausende von Websites gleichzeitig zu übernehmen. Regelmäßige Updates, Sicherheitsprüfungen und konsequente Überwachung bleiben die besten Schutzmaßnahmen gegen groß angelegte Exploit-Kampagnen, die das WordPress-Ökosystem bedrohen.


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